Wie lässt sich schwarzer Hautkrebs erkennen?

Foto von Ganzkörperuntersuchung durch den Hautarzt (Jupiterimages / Goodshoot / Thinkstock) Um schwarzen Hautkrebs frühzeitig zu erkennen, kann man seinen Körper selbst auf Auffälligkeiten untersuchen oder sich ärztlich untersuchen lassen. Hautkrebs kann besser behandelt werden, wenn er erkannt wird, bevor er sich ausgebreitet hat.

Mit zunehmendem Alter verändert sich die Haut, und neue Male oder Altersflecken (Lentigo solaris) können entstehen. Das ist normal und Teil des natürlichen Alterungsprozesses. Manche Menschen entscheiden sich deshalb, bei einer auffälligen Hautstelle erst einmal abzuwarten und sie zu beobachten. Andere lassen Veränderungen rasch ärztlich abklären, um Gewissheit zu haben. Nur selten steckt jedoch eine ernsthafte Erkrankung dahinter.

Menschen, bei denen ein schwarzer Hautkrebs (Melanom) festgestellt wurde, berichten, dass die betroffene Hautstelle zuvor ihre Größe, Form oder Farbe verändert hat. Wer seinen Körper regelmäßig und sorgfältig beobachtet, wird solche Veränderungen bemerken.

Den ganzen Körper zu untersuchen heißt, sich jeden Quadratzentimeter Haut anzusehen, also auch den Bereich zwischen den Zehen, die Fußsohlen, die Ohren und die Kopfhaut sowie Rücken, Gesäß und Schambereich. Es kann hilfreich sein, für schwierig einsehbare Körperstellen einen Spiegel zu benutzen, oder eine vertraute Person um Unterstützung zu bitten. Wer sich zum Beispiel über die Größe auffälliger Male Notizen macht oder sie fotografiert, kann später leichter nachvollziehen, ob sie sich verändert haben.

Es kann schwierig sein, Hautveränderungen selbst zu beurteilen. Wenn sie nach 4 bis 8 Wochen noch nicht verschwunden sind, lässt man auffällige Male deshalb am besten von einer Ärztin oder einem Arzt untersuchen.

Wo können Melanome entstehen und wie sehen sie aus?

Manche Melanome entstehen in einem älteren Pigmentmal, sehr viele wachsen jedoch neu auf der Haut. Melanome können überall am Körper entstehen – auch dort, wo die Sonne kaum hinkommt: auf der Kopfhaut, an Schleimhäuten der Genitalien oder unter Fuß- und Fingernägeln. Häufig betroffene Stellen sind die Brust und der Rücken bei Männern und die Unterschenkel bei Frauen.

 

Foto: Wie schwarzer Hautkrebs aussehen kannWie schwarzer Hautkrebs aussehen kann (Quelle: visuals.nci.nih.gov)

Ein typisches Melanom ist ein flacher, dunkler, unregelmäßig gefärbter Hautfleck. Er kann braun bis schwarz, bläulich, rötlich oder selten auch weiß sein und auch hautfarbene Stellen haben. Manchmal erscheint ein Melanom aber auch als braunes bis schwarzes, leicht erhabenes Knötchen.

Bei älteren Menschen bilden sich manchmal sogenannte Lentigo-maligna-Melanome: Sie sind bräunlich bis dunkelbraun, unregelmäßig gefärbt und entwickeln sich meist an Hautstellen, die regelmäßig der Sonne ausgesetzt sind.

Was besagt die ABCDE-Regel und was ist ein „hässliches Entlein“?

Ein gesundes Pigmentmal ist normalerweise rund oder oval und meistens einfarbig. Es ist gewöhnlich nicht sehr groß (unter etwa 6 mm im Durchmesser).

Folgende ABCDE-Checkliste kann helfen, ein Melanom von einem normalen Pigmentmal zu unterscheiden:

Asymmetrie: Das Pigmentmal hat eine ungleichmäßige (asymmetrische) Form. Oft ist es auch an einer oder mehreren Stellen dicker als an anderen.
Begrenzung: Der Rand des Pigmentmals ist unregelmäßig begrenzt, das heißt, er ist fransig, unscharf oder zackig.
Colorierung: Die Färbung des Pigmentmals hat sich verändert; es kann auch unterschiedliche oder ungewöhnliche Farben haben wie weiß, bläulich oder rot.
Durchmesser: Das Pigmentmal hat einen Durchmesser von mehr als 6 mm. Das entspricht etwa dem eines Bleistifts.
Entwicklung: Das Pigmentmal verändert sich: Es kann beispielsweise bluten, nässen, jucken, Schorf bilden oder verkrusten, seine Größe, Form, Farbe oder Oberfläche verändern oder erhaben werden.

Die ABCDE-Regel hilft, Melanome zu erkennen. Dabei müssen aber nicht immer alle Kriterien erfüllt sein: Melanome, die neu auf der Haut entstehen, haben zum Beispiel oft einen kleineren Durchmesser als sechs Millimeter.

Wer viele Pigmentmale hat und nicht weiß, wie er alle im Auge behalten soll, kann auch einfach nach einem „hässlichen Entlein“ Ausschau halten. Damit sind Flecken gemeint, die anders aussehen als die anderen. Auf diese Weise lassen sich auffällige Veränderungen leichter erkennen.

Gesetzlich Versicherte können ab ihrem 35. Geburtstag zudem alle zwei Jahre eine Untersuchung zur Hautkrebs-Früherkennung in Anspruch nehmen.

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