Wie finde ich gute Informationen zum Coronavirus?

Das Coronavirus beschäftigt gerade die ganze Welt. Viele Menschen informieren sich darüber im Internet oder tauschen sich in sozialen Netzwerken aus. Es gibt viele gute Informationen im Internet – leider kursieren aber auch viele Falschinformationen.

Hinzu kommt, dass der Stand des Wissens sich praktisch täglich ändert und gerade seriöse Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler offen sagen, dass sie im Moment nicht auf alle Fragen sichere Antworten geben können.

Wie finde ich gute Informationen?

Gute von schlechten Informationen zu unterscheiden, ist nicht einfach. Zum Coronavirus bieten Behörden aktuelle und verlässliche Informationen auf diesen Seiten:

Auch viele Medien bieten aktuelle und durch Recherchen abgesicherte Informationsangebote. Beispiele:

Weitere Empfehlungen:

Wie Sie mit Beschwerden umgehen, die durch eine Ansteckung mit dem Coronavirus ausgelöst sein könnten, lesen im Angebot der 116117.de.

Was ist bei Suchmaschinen zu beachten?

  • Die Reihenfolge der Suchergebnisse sagt nichts über Qualität und Verlässlichkeit der Informationen aus.
  • Viele Suchmaschinen versuchen beim Coronavirus zwar, seriöse Informationen unter die ersten Treffer zu bringen. Das ist aber keine Garantie: Je nach Suchanfrage können auch unseriöse Seiten oder Werbeanzeigen unter den ersten Treffern sein.
  • Vergewissern Sie sich, wer hinter der Information steht und welche Ziele die Anbieter verfolgen.

Vorsicht,

  • wenn Behandlungen angepriesen werden, die einer Corona-Erkrankung vorbeugen oder sie heilen sollen.
  • wenn die Ausbreitung oder Gefährlichkeit des Coronavirus stark verharmlost wird.
  • wenn Empfehlungen gegeben werden, die denen der Gesundheitsbehörden widersprechen.
  • wenn neben den Texten Werbung zu einem passenden Produkt erscheint.
  • wenn direkt oder über verlinkte Shop-Seiten Produkte verkauft werden.

Was ist in sozialen Netzwerken zu beachten?

Auf Plattformen wie Twitter, WhatsApp oder Facebook werden Informationen rasch verbreitet. Der Austausch auf solchen Seiten kann helfen – aber auch Verunsicherung schüren. Denn es werden auch immer wieder Falschinformationen verbreitet. Überlegen Sie gut, welchen Informationen Sie glauben und welche Sie mit anderen teilen!

Deshalb: Prüfen Sie lieber, ob sich die Informationen mit denen von öffentlichen Organisationen wie dem Robert Koch-Institut oder der Weltgesundheitsinformation decken. Auch seriöse Medien sind oft sehr schnell damit, Falschinformationen aufzudecken.

Zudem gibt es Menschen, die bewusst Lügen verbreiten, zum Beispiel über Fotomontagen. Auch politische Gruppen nutzen Krisen oft für ihre Ziele. Seien Sie also lieber skeptisch – zum Beispiel, wenn es um dramatische Meldungen geht, oder wenn bestimmte Gruppen (zum Beispiel andere Nationen) für etwas verantwortlich gemacht werden.

Wie bewerte ich selbst eine Internetseite?

Wer betreibt und finanziert die Seite?
  • Angaben meist unter „Impressum“, „Kontakt“ oder „Wir über uns“.
  • Problematisch ist es, wenn Abhängigkeiten oder finanzielle Vorteile für den Betreibenden existieren (und diese sogar vertuscht werden).
  • Gute Seiten nennen die Namen der Betreiber, der Autorinnen und Autoren, deren Qualifikation sowie die Finanzierungsgrundlage der Website.
Sind die Motive und Ziele genannt?
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Produkte oder Leistungen beworben oder direkt vermarktet werden und die Seite sich darüber finanziert.
  • Werden Sie misstrauisch, wenn Sie zu einer Entscheidung gedrängt werden, Ihnen Angst gemacht wird oder extreme Positionen dargestellt werden.

Checkliste: Gute Seiten ...

Sprache
  • vermitteln Wissen objektiv und neutral.
  • erklären Fachbegriffe.
  • vermeiden ideologische Begriffe wie „Schulmedizin“, „ganzheitliche Medizin“ oder „natürliche Medizin“.
Inhalt
  • geben an, welche Maßnahmen helfen, eine Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen.
  • beschreiben, was in der Forschung noch unsicher ist.
  • machen Angaben über ergänzende Hilfen und weiterführende Angebote.
Quellen
  • geben Quellen unter dem Text an.
  • verwenden wissenschaftliche Artikel und geben den Inhalt korrekt wieder.
  • verwenden Erfahrungsberichte nicht als Beleg für die Wirksamkeit einer Therapie.
Aktualität
  • geben das Veröffentlichungs- oder Aktualisierungsdatum an.
  • sind auf dem aktuellen Stand. Die Erkenntnisse zum Coronavirus entwickeln sich sehr schnell.
Datenschutz
  • beschreiben den Umgang mit Benutzerdaten (Datenschutzerklärung). Dies ist vor allem wichtig, wenn Sie Ihre persönlichen Daten eingeben – zum Beispiel für einen Newsletter.