Wann kommt eine Gebärmutterentfernung infrage?

Die häufigsten Gründe (Diagnosen) für eine Gebärmutterentfernung sind Endometriose, eine Gebärmuttersenkung, Myome und eine starke Regelblutung.

Wir haben zu diesen vier Diagnosen die folgenden kurzen erstellt: Sie fassen die Vor- und Nachteile der Operationen knapp zusammen und vergleichen sie mit anderen Behandlungsmöglichkeiten.

Unten finden Sie zu allen Diagnosen auch Hinweise auf weitere Informationen.

Myome

Myome sind gutartige Geschwulste in oder an der Gebärmutter. Die meisten sind klein, machen sich nicht weiter bemerkbar und werden eher zufällig entdeckt. Je nachdem wo sich Myome bilden, können sie aber auch Regelschmerzen, starke Regelblutungen und weitere Beschwerden verursachen.

Myome lassen sich auf verschiedene Weise behandeln. Welche für eine Frau geeignet ist, hängt sehr von ihrer persönlichen Situation ab – zum Beispiel davon, ob sie sich noch Kinder wünscht.

Zu Myomen haben wir folgende Informationen: 

Wenn Sie den Links folgen, können Sie alle oben genannten Informationen auch ausdrucken oder als PDF herunterladen.

Endometriose

Endometriose ist eine der häufigsten Unterleibs-Erkrankungen bei Frauen. Die Ursache sind Ansiedlungen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter. Fachleute bezeichnen solche Gewebeinseln auch als „Endometriose-Herde“. Sie können vorkommen, ohne dass eine Frau davon etwas spürt. Bei anderen ist Endometriose aber eine chronische Erkrankung, die starke Schmerzen verursacht und die Fruchtbarkeit mindert.

Es gibt derzeit keine , die die Endometriose heilen, also ihre Ursachen beseitigen kann. Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten können jedoch helfen, die Symptome vorübergehend oder dauerhaft zu lindern. Welche für eine Frau geeignet ist, hängt sehr von ihrer persönlichen Situation ab – zum Beispiel davon, ob sie sich noch Kinder wünscht.

Zur Endometriose haben wir folgende Informationen: 

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Starke Regelblutung

Viele Frauen haben während ihrer Regel Beschwerden wie Schmerzen, Krämpfe, unregelmäßige oder sehr starke Blutungen. Wenn Tampons oder Binden häufiger als alle paar Stunden gewechselt werden müssen, ist die Blutung wahrscheinlich stärker als normal. Sie ist eindeutig zu stark, wenn sie den Alltag beeinträchtigt und der Blutverlust den Körper schwächt.

Die Behandlungsmöglichkeiten bei einer sehr starken Regelblutung richten sich nach ihrer Ursache. Welche für eine Frau geeignet ist, hängt zudem von ihrer persönlichen Situation ab – zum Beispiel davon, ob sie sich noch Kinder wünscht.

Zu Starker Regelblutung haben wir folgende Informationen: 

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Scheidensenkung und Gebärmuttersenkung

Die Organe im Inneren des Körpers sind durch Bindegewebe und Muskeln normalerweise so fest miteinander verbunden, dass sie an ihrem Platz bleiben. Bei Frauen kann es aus ganz unterschiedlichen Gründen aber zu einer Schwächung des Bindegewebes im Beckenboden kommen. Dann können die Gebärmutter, die Harnblase oder der Mastdarm absinken.

Die Behandlung einer Scheiden- oder Gebärmuttersenkung richtet sich vor allem danach, ob Beschwerden auftreten – und weniger danach, wie ausgeprägt die Senkung ist. Welche für eine Frau geeignet ist, hängt zudem von ihrer persönlichen Situation ab – zum Beispiel davon, ob sie sich noch Kinder wünscht.

Zu Scheiden- und Gebärmuttersenkung haben wir folgende Informationen: 

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Weitere Gründe für eine Operation

Nur sehr selten wird eine Gebärmutterentfernung aus anderen Gründen empfohlen. Diese Patientinnen können unsere Vorlage für eine eigene Entscheidungshilfe nutzen.

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Richtlinie zum Zweitmeinungsverfahren (Zm-RL): Erstfassung  

IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Ärzten und anderen Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Autoren-Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

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Erstellt am 27. Dezember 2018
Nächste geplante Aktualisierung: 2021

Autoren/Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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