Sitagliptin (Januvia oder Xelevia) bei Typ-2-Diabetes

Einleitung

Der Wirkstoff Sitagliptin (Handelsname Januvia oder Xelevia) ist seit März 2007 für Erwachsene mit Typ-2-Diabetes-mellitus zugelassen, bei denen Ernährungsumstellung und Bewegung einen erhöhten Blutzuckerspiegel nicht ausreichend senken. Er kann mit anderen blutzuckersenkenden Medikamenten wie Metformin, einem Sulfonylharnstoff oder kombiniert werden. Außerdem kommt er infrage, wenn Metformin nicht vertragen wird.

Diabetes mellitus ist eine , die sich auf viele Bereiche des Körpers auswirkt. Beim Typ-2-Diabetes stellt die Bauchspeicheldrüse zunächst noch genug her, es wird aber von den Körperzellen immer schlechter aufgenommen und verwertet. Kann der Blutzuckerspiegel nicht ausreichend durch Diät und Bewegung gesenkt werden, werden blutzuckerkontrollierende Medikamente eingesetzt.

Die Behandlung soll bei Diabetes mellitus Typ 2 vor zu starken Schwankungen des Blutzuckerspiegels und Beschwerden durch Unter- und Überzuckerungen schützen. Zudem sollen Folgeerkrankungen, die durch zu hohen Blutzucker entstehen können, so gut wie möglich vermieden werden.

Anwendung

Sitagliptin wird einmal täglich als Tablette in einer Dosis von 100 mg eingenommen. Wird Sitagliptin mit einem Sulfonylharnstoff, Metformin oder kombiniert, kann die Ärztin oder der Arzt deren Dosis eventuell anpassen, um Unterzuckerungen zu vermeiden.

Andere Behandlungen

Für Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes kommen verschiedene Wirkstoffe als Einzeltherapie oder in Kombination infrage, dazu gehören Metformin, Sulfonylharnstoffe und .

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat zuletzt 2018 bewertet, ob Sitagliptin als Einzeltherapie oder in den zugelassenen Kombinationen mit Metformin, Sulfonylharnstoffen oder Vor- oder Nachteile im Vergleich zu den bewährten Standardtherapien hat.

Der Hersteller legte nur für den Vergleich der Kombination aus Sitagliptin plus Metformin mit Sulfonylharnstoff plus Metformin relevante Studien vor. In diesen Studien wurde Sitagliptin plus Metformin zum einen mit Glimepirid plus Metformin und zum anderen mit Glipizid plus Metformin verglichen.

Darüber hinaus reichte der Hersteller auch die TECOS-Studie ein. Diese war aber für die Beantwortung der Fragestellungen dieser Bewertung nicht geeignet.

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse der Gutachten zusammen, die das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses () im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der beschließt auf Basis der Gutachten und eingegangener Stellungnahmen über den Zusatznutzen von Sitagliptin (Januvia oder Xelevia).

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Sitagliptin – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V; Dossierbewertung; Auftrag A13-02. 27.06.2013. (IQWiG-Berichte; Band 175).

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Sitagliptin (Diabetes mellitus Typ 2) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V; Dossierbewertung; Auftrag A16-44. 30.09.2016. (IQWiG-Berichte; Band 444).

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Sitagliptin (Diabetes mellitus Typ 2) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V; Dossierbewertung; Auftrag A18-65. 19.12.2018. (IQWiG-Berichte; Band 693).

IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Ärzten und anderen Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

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Aktualisiert am 02. Januar 2019
Nächste geplante Aktualisierung: 2022

Autoren/Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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