Manchmal helfen Spaziergänge, ein anderes Mal eine Wärmflasche

Foto von Mutter und Tochter vor dem Fernseher (PantherMedia / edma) Lisa, 22 Jahre

„Ein wenig Verdauungsbeschwerden und Blähungen habe ich etwa fünf Tage vor Beginn der Periode, dann muss ich vermehrt zur Toilette.“

Ich war etwa 13 Jahre alt, als ich meine Periode bekam. Ganz am Anfang hatte ich noch keine Beschwerden. Etwa ein halbes Jahr später fingen dann die Bauchschmerzen an. Ich hatte dann richtige Bauchkrämpfe. Die Beschwerden haben mich schon sehr beeinträchtigt.

Gegen die Bauchschmerzen habe ich vom Arzt Schmerzmittel bekommen. Die haben mir ganz gut geholfen.

Als ich mit 17 Jahren angefangen habe die Pille zu nehmen, hatte ich anfangs keine Bauchschmerzen mehr. Das hat ganz gut geholfen. Mit der Zeit haben die Bauchschmerzen aber wieder angefangen. Fast immer sind sie am zweiten und am letzten Tag der Blutung am stärksten. Die Schmerzen gehen nicht einfach wieder weg, sondern werden schlimmer. Ich habe mit der Zeit gemerkt, dass ich die Schmerzmedikamente am besten gleich beim ersten Ziehen einnehme.

Als ich angefangen hatte, die Pille zu nehmen, habe ich bemerkt, dass mir ein paar Tage vor der Blutung die Brust spannt. Das war zum Teil so schlimm, dass ich sogar beim Treppensteigen durch die Bewegung starke Schmerzen hatte. Wenn mich eine Freundin am Arm nehmen wollte, habe ich das abgelehnt, da es bei der kleinsten Berührung schon sehr wehtat. Ich habe daraufhin mehrfach die Pille gewechselt, das hat aber nicht geholfen. Ich nehme jetzt einen vaginalen Verhütungsring und damit bin ich fast beschwerdefrei. Während der Periode habe ich nach wie vor Bauchschmerzen, aber nicht mehr so schlimm.

Mit Stimmungsschwankungen komme ich zurecht

Etwas Stimmungsschwankungen habe ich, dann mag ich mich selber nicht mehr leiden. Das ist aber nicht extrem. Eine Freundin von mir ist in dieser Zeit schlichtweg nicht ansprechbar. Sie hat das ganz extrem.

Ein wenig Verdauungsbeschwerden und Blähungen habe ich etwa fünf Tage vor Beginn der Periode, dann muss ich vermehrt zur Toilette. Manchmal helfen mir Spaziergänge, ein anderes Mal ist Hinlegen mit einer Wärmflasche besser.

Aber ich nehme auch nach wie vor Schmerzmittel. Ich nehme lieber eine Tablette, auch wegen der Arbeit. Da brauche ich meinen Kopf und möchte nicht durch das Bauchweh abgelenkt sein. Die Medikamente hole ich mir selber in der Apotheke. Ich vertrage die Schmerzmittel gut.

Meine Mutter hat mir damals, als es anfing, erzählt, dass ich mir wegen der Schmerzen keine Sorgen zu machen brauche und dass es mit der Zeit besser werden würde. Und dass sie damals auch von der Schule wegen der Schmerzen heimgegangen ist. Das war beruhigend zu hören.

Bei uns in der Familie waren und sind diese Beschwerden kein großes Thema. Wenn es mir nicht gut ging, habe ich angerufen und meine Mutter oder meine Schwester haben mich von der Schule abgeholt. Das war selbstverständlich und stand nicht zur Diskussion. Jetzt kümmert sich mein Freund auch sehr lieb um mich, wenn ich Schmerzen habe.

 

Danksagung

Erfahrungsberichte fassen Interviews mit Betroffenen zusammen. Alle Gesprächspartnerinnen und -partner haben der Veröffentlichung zugestimmt. Ihnen gilt unser herzlicher Dank.

Die Berichte geben einen Einblick in den persönlichen Umgang und das Leben mit einer Erkrankung. Die Aussagen stellen keine Empfehlung des IQWiG dar.

Hinweis: Um die Anonymität der Interviewten zu wahren, ändern wir ihre Vornamen. Die Fotos zeigen unbeteiligte Personen.