Pembrolizumab (Keytruda) für vorbehandelte Erwachsene mit fortgeschrittenem Krebs im Kopf-Hals-Bereich

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2018 geprüft, welche Vor- oder Nachteile Pembrolizumab für bereits behandelte Personen mit fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich mit einer erhöhten Menge des Proteins PD-L1 im Vergleich zu einer individuellen Therapie hat.

Für die Bewertung legte der Hersteller dem IQWiG eine Studie mit wenigen Teilnehmenden (37 Personen) vor, die zumindest auf einige Fragen vorläufige Antworten gibt. In dieser wurden 16 Personen mit Pembrolizumab behandelt, 21 Personen erhielten Methotrexat. Die Patientinnen und Patienten waren trotz der fortgeschrittenen Erkrankung in einem guten Allgemeinzustand. Es zeigten sich folgende Ergebnisse:

Welche Vorteile hat Pembrolizumab?

Lebenserwartung: Hier deutet die Studie auf einen Vorteil für Pembrolizumab hin: In dieser Gruppe waren die Personen im Mittel (Median) innerhalb von 17 Monaten verstorben, während das mit Methotrexat innerhalb von 6 Monaten der Fall war.

Welche Nachteile hat Pembrolizumab?

Immunvermittelte Nebenwirkungen: Als immunvermittelte Nebenwirkungen bezeichnet man Erkrankungen, bei denen das Immunsystem den eigenen Körper angreift. Die Studie deutet hier auf einen Nachteil hin: Mit Pembrolizumab trat diese Nebenwirkung im Mittel (Median) innerhalb von etwa 3 Jahren und 7 Monaten auf, bei den Personen mit Methotrexat war das erst später der Fall.

Wo zeigte sich kein Unterschied?

Bei einer Vielzahl von Krankheitsbeschwerden zeigte sich kein Unterschied. Dazu gehörten:

  • Erschöpfung
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schmerzen
  • Atemnot
  • Schlaflosigkeit
  • Appetitverlust
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Schluckprobleme
  • Gefühlsstörungen
  • Sprachprobleme
  • Zahnprobleme
  • Probleme beim Mundöffnen
  • Mundtrockenheit
  • klebriger Speichel
  • Husten
  • Krankheitsgefühl

Gesundheitsbezogene Lebensqualität: Auch bei verschiedenen Aspekten der Lebensqualität wie beispielsweise der Bewältigung des Alltags oder Problemen mit sozialen Kontakten ließ sich kein Unterschied zwischen den Therapien nachweisen.

Schwere Nebenwirkungen und Therapieabbrüche aufgrund von Nebenwirkungen: Auch hier ließ sich kein Unterschied nachweisen.