Pembrolizumab (Keytruda) bei nicht vorbehandeltem fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs ohne BRAF-V600-Mutation

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2015 geprüft, ob Pembrolizumab (Keytruda) für erstmalig behandelte Personen mit fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs, die keine BRAF-V600-Mutation haben, im Vergleich zur Standardtherapie Vor- oder Nachteile hat. Als Standardtherapie kommt Dacarbazin oder Ipilimumab infrage.

Der Hersteller legte für diese Fragestellung eine relevante Studie vor. Eine Gruppe der Teilnehmenden (135 Personen) erhielt Pembrolizumab, eine andere Gruppe (134 Personen) Ipilimumab. Die Ergebnisse dieser Studie sind im Folgenden dargestellt.

Welche Vorteile hat Pembrolizumab?

  • Lebenserwartung: Die Studie weist schwach darauf hin, dass Pembrolizumab im Vergleich zu Ipilimumab das Leben verlängern kann.
  • Soziale Teilhabe: Die Studie weist schwach darauf hin, dass Pembrolizumab den Zeitpunkt hinauszögern kann, zu dem sich die soziale Teilhabe verschlechtert: Bei der Hälfte der Personen, die Pembrolizumab erhielten, nahm die soziale Teilhabe nach knapp 3 Monaten ab. Bei der Hälfte der Personen, die Ipilimumab bekamen, passierte dies bereits nach ungefähr 1,5 Monaten. Mit sozialer Teilhabe sind das Familienleben oder soziale Aktivitäten gemeint, die von der körperlichen Verfassung oder der Behandlung beeinflusst werden.

Wo zeigte sich kein Unterschied?

  • Krankheitsspezifische Beschwerden: In beiden Behandlungsgruppen dauerte es gleich lange, bis krankheitsspezifische Beschwerden wie Atemnot, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Appetitverlust, Durchfall und Verstopfung stärker wurden.
  • Lebensqualität: Es zeigte sich auch kein Unterschied in der Zeit bis zur Verschlechterung der Lebensqualität.
  • Schwere Nebenwirkungen und Behandlungsabbrüche wegen Nebenwirkungen: Auch hier zeigte sich kein Unterschied.
Schlagwörter: C43, Keytruda, Pembrolizumab