Wie schützt man sich vor Erkrankungen der Atemwege?

Erkältungskrankheiten und Grippe verbreiten sich auf dem Weg der sogenannten : Wer infiziert ist, versprüht beim Husten oder Niesen Tröpfchen, die Krankheitserreger enthalten. Auch beim Naseputzen gelangen die Keime auf das Taschentuch und die Hände.

Über Gegenstände, die von vielen Menschen angefasst werden, wie Türklinken oder Haltegriffe in der U-Bahn, übertragen sich Krankheitserreger leicht von Person zu Person. Auch direkter Kontakt durch Händeschütteln oder Umarmungen begünstigen die Übertragung.

Die Verbreitung der Erreger zu verhindern, gehört zu den wirksamsten Dingen, die man tun kann, um sich und andere vor Ansteckung zu schützen. Konkret bedeutet das:

  • Sich und seinen Kindern häufig die Hände waschen. Da Kinder nicht so auf ihre Hygiene achten und ihr noch nicht ausgereift ist, stecken sie sich viel schneller an – und verbreiten auch leicht Krankheitserreger. Zum Waschen genügt normale Seife; dass spezielle Seife gegen oder Viren besser wäre, ist nicht nachgewiesen. Wichtig ist aber, die Hände mindestens 20 Sekunden lang gründlich mit Seife einzureiben und danach unter fließendem Wasser abzuspülen. Dabei ist die Wassertemperatur weniger wichtig als die Dauer des Händewaschens.
  • Hände vom Gesicht fernhalten. Die Wahrscheinlichkeit sich zu infizieren ist groß, wenn man Mund oder Nase berührt, nachdem man einen Gegenstand angefasst hat, auf dem sich Krankheitserreger befinden.
  • Nicht aus Tassen oder Flaschen trinken, aus denen bereits andere getrunken haben.

Andere schützen

Wer selbst krank ist, kann Folgendes tun, um andere vor einer Ansteckung zu schützen:

  • Nase und Mund beim Husten und Niesen bedecken – am besten mit einem Papiertaschentuch.
  • Benutzte Taschentücher sofort entsorgen und nicht herumliegen lassen. Nach dem Schnäuzen gründlich die Hände waschen. Papiertaschentücher zum einmaligen Gebrauch bevorzugen.
  • Anderen Menschen nicht die Hand geben, sie umarmen oder küssen.

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Aktualisiert am 23. Oktober 2019
Nächste geplante Aktualisierung: 2022

Autoren/Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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