Knie-Gelenkersatz: Wann kommt er infrage und was sind Gründe für Nachoperationen?

Der mit Abstand häufigste Grund, ein künstliches Kniegelenk einzusetzen, ist eine Kniearthrose. Bei vielen Menschen mit fortgeschrittener Kniearthrose und starken Beschwerden kann ein künstliches Kniegelenk die Lebensqualität erheblich verbessern. Eine Prothese ist aber nicht in allen Situationen die richtige Wahl – zudem gibt es viele andere Behandlungsmöglichkeiten.

Unsere Entscheidungshilfe fasst die Vor- und Nachteile eines künstlichen Kniegelenks knapp zusammen und vergleicht sie mit nicht operativen Behandlungen:

Manchmal rät eine Ärztin oder ein Arzt bei einer bereits eingebauten Prothese zu einer zweiten Operation – zum Beispiel wegen anhaltender Schmerzen, weil das Knie instabil ist oder steifer wird. Mögliche Gründe für Nachoperationen und Behandlungsalternativen finden Sie hier:

Kniearthrose

Eine Kniearthrose wird zunächst konservativ behandelt. Eine umfasst unter anderem:

  • Bewegungstherapie zur Kräftigung der Gelenke
  • Gewichtsabnahme (bei Übergewicht)
  • gut dämpfende Schuhe und Einlagen
  • entzündungshemmende Schmerzmittel (als Salbe, Pflaster oder Tabletten)

Wenn eine Kniearthrose fortgeschritten ist, über Monate dauerhaft zu starken Beschwerden führt und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt, kann ein Gelenkersatz sinnvoll sein.

Je jünger man zum Zeitpunkt der Operation ist, desto eher muss eine Prothese jedoch irgendwann ausgetauscht werden. Wenn es gelingt, den Einbau eines künstlichen Kniegelenks durch andere wirksame Behandlungen hinauszuzögern, lässt sich der Austausch möglicherweise vermeiden.

Zur Kniearthrose haben wir folgende Informationen:

Weitere Gründe für einen Gelenkersatz

Weitere Gründe für den Einbau eines künstlichen Kniegelenks sind fortgeschrittene entzündliche Gelenkerkrankungen wie eine oder Psoriasis Arthritis. Wenn Ihnen aus einem anderen Grund ein Gelenkersatz empfohlen wurde, können Sie unsere Vorlage für eine allgemeine Entscheidungshilfe nutzen.

IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Ärzten und anderen Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

Unsere Informationen beruhen auf den Ergebnissen hochwertiger Studien. Sie sind von einem Autoren-Team aus Medizin, Wissenschaft und Redaktion erstellt und von Expertinnen und Experten außerhalb des IQWiG begutachtet. Wie wir unsere Texte erarbeiten und aktuell halten, beschreiben wir ausführlich in unseren Methoden.

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Aktualisiert am 02. Juni 2021
Nächste geplante Aktualisierung: 2021

Autoren/Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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