Ixekizumab (Taltz) für Erwachsene mit Plaque-Psoriasis, für die eine andere systemische Therapie nicht infrage kommt

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2017 geprüft, welche Vor- und Nachteile Ixekizumab (Handelsname Taltz) im Vergleich zur Standardtherapie für Personen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis hat, bei denen eine andere systemische Therapie keinen ausreichenden Erfolg hatte oder nicht infrage kommt. Für diesen Vergleich legte der Hersteller die Daten von 302 Patientinnen und Patienten vor, von denen 136 Personen eine Therapie mit Ixekizumab erhielten und 166 Personen mit Ustekinumab behandelt wurden.

Welche Vorteile hat Ixekizumab?

  • Vollständiger Rückgang der Psoriasis: Die Studie weist auf einen Vorteil von Ixekizumab hin. Knapp 49 von 100 Personen, die Ixekizumab anwendeten, waren im Laufe der 24-wöchigen Behandlung beschwerdefrei. Bei einer Behandlung mit Ustekinumab war dies nur bei knapp 24 von 100 Personen der Fall.
  • Gesundheitsbezogene Lebensqualität: Auch hier gibt die Studie einen Hinweis auf einen Vorteil der neuen Therapie: 66 von 100 Patientinnen und Patienten mit Ixekizumab gaben an, dass sich ihre Lebensqualität verbessert hätte, mit der Standardtherapie war dies nur bei 53 von 100 Personen der Fall.

Welche Nachteile hat Ixekizumab?

  • Beschwerden durch die Injektionen: Bei diesen Nebenwirkungen weist die Studie auf einen Nachteil von Ixekizumab hin. Bei der Injektion mit Ixekizumab traten bei etwa 19 von 100 Personen Nebenwirkungen auf. Nach Injektion von Ustekinumab war dies bei 3 von 100 Personen der Fall. Typische Beschwerden sind beispielsweise Schmerzen oder Hautrötung an der Einstichstelle.

Wo zeigte sich kein Unterschied?

  • Juckreiz und Hautschmerz: Bei diesen Beschwerden konnte kein Unterschied nachgewiesen werden.
  • Allgemeiner Gesundheitszustand: Auch hier zeigte sich kein Unterschied zwischen den Therapien.
  • Schwere Nebenwirkungen: Schwere Nebenwirkungen traten bei beiden Therapien vergleichbar häufig auf. In beiden Gruppen waren etwa 2 bis 3 von 100 Personen betroffen.
  • Therapieabbrüche aufgrund von Nebenwirkungen: Hier zeigte sich ebenfalls kein Unterschied. In beiden Gruppen brachen je ein bis 2 von 100 Personen die Therapie ab.
  • Anfälligkeit für Infektionen: Auch bei diesen Nebenwirkungen ließ sich kein Unterschied zwischen den Behandlungen nachweisen.