Zöliakie

Die Zöliakie (koilia, griech. = Bauch, Unterleib; koilos, griech. = hohl, leer) ist eine chronische Erkrankung des Dünndarms, die auf einer Überempfindlichkeit der Darmschleimhaut gegenüber Gluten beruht. Gluten ist ein Eiweiß, das in vielen Getreidesorten vorkommt, beispielsweise in Weizen, Dinkel und Roggen. Bei der Zöliakie – auch einheimische Sprue genannt – können Nährstoffe und Mineralien vom Körper nicht mehr gut aufgenommen werden, sodass es zu einer Mangelernährung kommt und die unverdaute Nahrung im Darm Beschwerden verursacht.

Die Symptome können je nach Alter sehr unterschiedlich sein. Kinder bekommen oft schnell einen vorgewölbten Bauch und Durchfall mit Blähungen, wenn sie zum ersten Mal Getreideprodukte essen. Auch können sie keinen Appetit haben, sich erbrechen oder misslaunig sein. Bei älteren Kindern und Erwachsenen sind die Beschwerden viel schwächer ausgeprägt und gleichzeitig vielfältiger. Bei ihnen können beispielsweise Durchfall, starke Erschöpfung, eine verminderte Knochendichte und Eisenmangel, aber auch Depressionen, Unfruchtbarkeit oder Gelenkschmerzen auf eine Zöliakie hinweisen.

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