Einleitung

Fidaxomicin ist seit Dezember 2011 zur Behandlung von Erwachsenen mit einer Clostridioides-difficile-Infektion zugelassen. Seit Februar 2020 ist der Wirkstoff auch für Kinder und Jugendliche mit der Erkrankung zugelassen.

Clostridioides difficile ist ein Darmbakterium, das für gesunde Menschen harmlos ist. Bei der Behandlung mit bestimmten Antibiotika, die die Darmflora stören, kann sich Clostridioides difficile jedoch massiv vermehren. Es bildet Eiweiße (Toxine), die zu einer Darmentzündung mit sehr starkem Durchfall, Fieber und Bauchkrämpfen führen können. Die Krankheit kann unterschiedlich schwer verlaufen. Außerdem ist es möglich, wiederholt zu erkranken. In diesem Fall redet man von einer wiederauftretenden CDI.

Fidaxomicin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Makrozykline und hemmt die Ausbreitung der Clostridioides-difficile-Bakterien.

Anwendung

Fidaxomicin steht als Tablette zu 200 mg zur Verfügung. Kinder und Jugendliche mit einem Körpergewicht von mindestens 12,5 Kilogramm nehmen zweimal täglich 200 mg des Wirkstoffs ein. Die Behandlung dauert zehn Tage.

Andere Behandlungen

Für Kinder und Jugendliche mit einer Clostridioides-difficile-Infektion kommt eine Behandlung mit Metronidazol oder Vancomycin infrage. Eine schwere oder wiederkehrende Infektion wird in der Regel mit Vancomycin behandelt.

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2020 geprüft, ob Fidaxomicin für Kinder und Jugendliche mit einer Clostridioides-difficile-Infektion Vor- oder Nachteile im Vergleich zu den oben genannten Behandlungen hat.

Mehr Wissen

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse eines Gutachtens zusammen, das das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der G-BA beschließt auf Basis des Gutachtens und eingegangener Stellungnahmen über den Zusatznutzen von Fidaxomicin (Dificlir).