Eribulin für Frauen mit HER2-negativem Brustkrebs, die nicht mehr mit Taxanen oder Anthrazyklinen behandelt werden können

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat zuletzt 2014 geprüft, welche Vor- und Nachteile Eribulin für Frauen mit Brustkrebs hat, die nicht mehr mit Taxanen oder Anthrazyklinen behandelt werden können. Die Ergebnisse gelten für Frauen mit HER2-negativem  Brustkrebs, deren Erkrankung trotz Chemotherapie fortschreitet.

Für die Bewertung legte der Hersteller dem IQWiG zwei Studien vor, in denen eine Gruppe Eribulin und die andere Capecitabin oder Vinorelbin erhielt.

Welche Vorteile hat Eribulin?

  • Lebenserwartung: Die Studien belegen, dass Eribulin für Frauen mit HER2-negativem Brustkrebs-Status das Leben verlängern kann im Vergleich zu Capecitabin oder Vinorelbin. Der Unterschied kann einige Monate betragen, ließ sich jedoch nicht genau berechnen.

Welche Nachteile hat Eribulin?

  • Schwere Nebenwirkungen: Eribulin löste häufiger schwere Nebenwirkungen aus: Von den Frauen, die Eribulin erhielten, hatten etwa 63 bis 68 von 100 Frauen damit zu tun. Bei den Frauen, die Capecitabin oder Vinorelbin erhielten, kam es bei etwa 48 bis 58 von 100 zu schweren Nebenwirkungen.

Wo zeigte sich kein Unterschied?

  • Brustbeschwerden, Erschöpfung, Magen-Darm-Probleme: Die Behandlung von Brustkrebs kann eine Reihe von Nebenwirkungen haben. Typische Beschwerden wie Erschöpfung, Brust- oder Magen-Darm-Probleme traten nach sechs Wochen etwa gleich häufig auf, egal ob die Frauen Eribulin oder Capecitabin erhielten.
  • Lebensqualität: Hier zeigte sich ebenfalls kein Unterschied zwischen den beiden Behandlungen.