Der Klinikaufenthalt war wichtig für die Strukturierung meines Alltags

Foto von Mann (Fuse / Thinkstock) Jens, 57 Jahre

„Ich kam mir manchmal vor wie ein wandelnder Toter, ohne jedes Gefühl. Ich habe mich gefühlt wie ein Zombie, der morgens kaum aus dem Bett kommt und den Tag in einem Dämmerzustand verbringt.“

Die ersten Anzeichen der Depression habe ich erst im Nachhinein als solche verstanden. Vor etwa 20 Jahren war ich mit meiner Familie im Urlaub. Alles war prima: das Wetter, das Ferienhaus, die Landschaft. Nur ich war innerlich abwesend und unglücklich, hatte an allem etwas auszusetzen und war ungerecht zu den Kindern. Ich habe allen den Urlaub verdorben. Ich fand alles schrecklich, obwohl ich gar nicht genau sagen konnte, warum.

Ich war ständig beim Arzt

Richtig krank wurde ich zwei Jahre später. In diesem Jahr saß ich permanent beim Arzt. Mir ging es einfach elend. Ich konnte nicht sagen, woran das lag. Die ganzen Beschwerden waren so unklar und ich konnte sie auch gar nicht richtig beschreiben.

Ich bin selbstständig und die Sorgen um die Firma haben mich damals zunehmend belastet. Das war aber alles schon von den Depressionen beeinflusst, denn ich habe die Probleme aus heutiger Sicht unangemessen schwer genommen. Ich fühlte mich beeinträchtigt, niedergedrückt und habe alle möglichen Beschwerden wie Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit und merkwürdige Körperempfindungen entwickelt.

Das habe ich alles dem Arzt geschildert, der konnte damit aber nicht so recht etwas anfangen und hat mir empfohlen, dass ich mich entspannen und alles leichter nehmen soll. Es wurde aber immer schlechter und ich habe mir irgendwann eingebildet, schwer erkrankt zu sein, wie an Leukämie oder einem anderen Krebs. Der Hausarzt hat mich dann als hypochondrisch eingestuft. Er hat das alles ein wenig heruntergespielt und ich wurde zunehmend weniger von ihm ernstgenommen. Wobei ich immer noch der Meinung bin, dass er ein wirklich guter Arzt ist, der erfolgreich meine Familie betreut hat. Er hatte in meinem speziellen Fall nur nicht die richtige Idee.

Die Diagnose war erleichternd

Als er mal im Urlaub war, ging es mir so schlecht und ich habe mich an seine Urlaubsvertretung gewandt. Sie hat nach einem Gespräch mit mir gesagt, dass es sich für sie nach einer Depression anhört. Das hat mich zunächst erleichtert, weil ich einen Namen für meinen Zustand hatte. Ich habe ja gespürt, dass etwas nicht in Ordnung ist. Nun konnte ich mich darüber informieren und es war vom Tisch, dass ich an einer schweren körperlichen Erkrankung erkrankt sein könnte.

Damals hatte ich die Hoffnung, dass die Depression mit ein paar Gesprächen beim Psychiater erledigt ist. Aber das war überhaupt nicht so. Mir ging es weiter zunehmend schlechter.

Irgendwann bin ich zusammengebrochen

Irgendwann konnte ich nicht mehr zur Arbeit gehen. Ich habe richtige Angst entwickelt und mich nicht mehr in der Lage gefühlt, meine Arbeit zu erledigen. Ich befürchtete, schwere Fehler zu machen und dachte, dass ich für so einen Job generell nicht gemacht bin und sowieso alles immer falsch gemacht habe. Ein paar Tage später konnte ich doch wieder in die Firma gehen. Das ging so sechs, acht Wochen und dann bin ich völlig zusammengebrochen. Ich konnte fast gar nicht mehr schlafen und hatte panikartige Zustände. Ich habe mich nicht mehr auf die Straße getraut. Meine Familie hat sich furchtbare Sorgen gemacht. Wir wussten nicht, was jetzt zu tun war. Uns fehlten Informationen. Es war auch sehr schwierig, einen Psychiater zu finden, der uns kurzfristig helfen konnte.

Bei den meisten Psychiatern gab es Wartezeiten von mindestens vier Wochen. Ich bin dann an einen bei mir in der Nähe geraten, der einen Termin frei hatte. Das war ein nicht so schönes Erlebnis. Er hat eine Art neurologische Grunduntersuchung gemacht und mir gesagt, dass mit mir alles in Ordnung sei. Ich habe mir nur gedacht, dass das nicht sein kann. Dann hat er ein Medikament aus der Schublade geholt und gesagt, das sei etwas ganz Tolles und ich soll es 14 Tage nehmen. Ich hatte dann starke Nebenwirkungen und habe herausgefunden, dass dieses Medikament gar nicht offiziell auf dem deutschen Markt zugelassen war. Ich habe es abgesetzt und bin nicht mehr zu diesem Arzt gegangen. Freunde haben mich dann darauf hingewiesen, dass ich mich mal in einer Klinik vorstellen sollte.

Es ging nicht mehr so weiter

Die familiäre Situation ist in der Zwischenzeit eskaliert: Ich habe zwei Kinder, eins war zu diesem Zeitpunkt sechs Jahre, das andere zwölf Jahre. Wenn ich es so gegen 11 oder 12 Uhr geschafft hatte aufzustehen, war meine Frau schon von der Arbeit zurück und sehr ungehalten. Ich hatte dann Weinkrämpfe, die kamen automatisch und ich konnte nichts tun. Meine Tochter hat dann mitgeweint und der Sohn hat peinlich berührt in seinem Essen gestochert. Ich habe mir gesagt: „So geht das nicht weiter.“ Mein Partner in der Firma wollte auch wissen, wie es nun weitergeht und wann ich wiederkomme. Mir schien eine Einweisung in eine Klink am besten. Ich konnte damit in gewisser Weise nachweisen, dass ich krank bin und nicht arbeiten kann. Ich habe diesen Schutzraum gebraucht.

Die Klinik als Schutzraum

Ich war insgesamt 13 Wochen in der Klinik. Dort hat man mir geraten, Medikamente zu nehmen. Ich war jedoch der Meinung, die Depressionen sind ein persönliches Problem und das wollte ich nicht mit Medikamenten behandeln. Dann haben die Ärzte mich mit Schlafentzug behandelt. Das hat zunächst auch ganz gut funktioniert und mir ging es für ein paar Tage besser. Aber die Depressionen sind bei mir dadurch nicht weggegangen.

Der Klinikaufenthalt war auch wichtig für die Strukturierung meines Alltags. Ich kann mich erinnern, in der Holzwerkstatt unter anderem einen Holzhubschrauber gebaut zu haben. Das kommt mir heute ein wenig absurd vor, da ich dazu eigentlich so gar keine Beziehung habe. Ich bin kein Bastler. Aber damals hat es ein Gefühl ausgelöst, dass ich doch noch etwas kann. Ich war vorher davon überzeugt, dass alle meine Fähigkeiten verschwunden sind. Das war eine Überzeugung, die sich bei mir richtig verfestigt hat.

Aber nach 13 Wochen in der Klinik war ich soweit wiederhergestellt und bin direkt danach mit meiner Familie in den Urlaub gefahren. Das hat auch gut funktioniert. Wieder zu Hause war ich der Meinung, nun auch wieder arbeitsfähig zu sein. Aber innerhalb weniger Tage waren die Symptome wieder da. Ich habe es erlebt, als ob sich das Gehirn weigert, eine Leistung zu bringen. Ich konnte beispielsweise nicht mehr mit Zahlen umgehen. Ich war innerlich einfach blockiert. Und aus dieser Frustration kamen die alten Symptome wieder. Innerhalb weniger Tage war ich wieder dort, wo ich vor dem Klinikaufenthalt war. So ging es wieder nicht weiter.

Irgendwann habe ich mich doch auf Medikamente eingelassen

In die Klinik wollte ich nicht zurück. Ich habe mich dann entschlossen, mich mit Unterstützung meines neuen Psychiaters wieder langsam an den Alltag heranzutasten. Das hat auch funktioniert. Gute Tage wurden von schlechten abgelöst, manchmal konnte ich ein paar Tage nicht arbeiten und dann ging es wieder.

Ich hatte großes Glück, selbstständig zu sein und einen sehr verständnisvollen Geschäftspartner zu haben. Wenn ich diese Situation auf ein normales Angestelltenverhältnis übertrage, dann kann ich mir gut vorstellen, in was für eine Situation Menschen da hineingeraten können. Immer dieser Wechsel von Krank- und Gesundschreibungen sorgt sicher bei manchen Arbeitgebern für Probleme.

Ich habe mich dann doch irgendwann auf Medikamente eingelassen. Aber wirklich geholfen haben sie nicht. Ich konnte damals nicht mehr sagen, ob ich wieder gesund oder noch krank bin. Die ganz schweren Symptome waren verschwunden, aber einige Dinge haben noch gefehlt: Zum Beispiel habe ich mich früher sehr an der Natur gefreut, diese Freude war noch nicht wieder da. Das finde ich grundsätzlich gefährlich: Man ist so froh, dass das Schlimmste überstanden ist, aber man ist noch nicht richtig gesund und fängt an, sich in diesem Zustand einzurichten.

Medikamente und ambulante Psychotherapie waren hilfreich

Ich hatte das große Glück, einen Psychiater zu haben, der nicht locker gelassen hat. Er hat mir dann vorgeschlagen, ein anderes Medikament auszuprobieren. Und parallel eine Psychotherapie zu machen. Das neue Medikament hat richtig angeschlagen. Ich kann jetzt gar nicht sagen, was von den beiden Ansätzen mich letztlich gesund gemacht hat. In der Psychotherapie wurde auch eine ganze Reihe von problematischen Verhaltensweisen aufgedeckt, wie Perfektionismus, dass ich mir zu viel zumute und mich daran gewöhnen musste, mir auch Hilfe zu holen.

Es wurde dann im Lauf der Zeit immer besser. Insgesamt hat es aber rückblickend mit vielen Hochs und Tiefs fast sechs Jahre gedauert, bis ich wieder völlig gesund war. Es war in diesen Jahren ein ständiges Auf und Ab, ein Wechsel von guten und schlechten Zeiten.

Ich war wieder zurück im Leben

Ich habe daran gemerkt, dass ich wieder völlig gesund bin, als ich wieder ganz normal mit dem Leben mitschwingen konnte. Meine sozialen Kontakte haben sich wieder intensiviert. Im Vergleich zurzeit vor der Erkrankung sind sie jetzt eigentlich viel intensiver geworden. Ich hatte plötzlich an ganz vielen Dingen wieder richtige, tiefe Freude. Ich war wieder aktiv, konnte die Natur erleben und genießen. Ich konnte mich auch wieder in andere einfühlen und Gespräche führen. In gewisser Weise hat mir die Erkrankung auch gutgetan. Ich habe Veränderungen durchgemacht, die ich sonst wohl nie durchgemacht hätte.

Meine Erkrankung hat auch mit meiner Biografie zu tun. Meine Eltern haben sich scheiden lassen und ich war von klein auf mehr oder weniger auf mich allein gestellt. Ich hatte einen schlechten Stiefvater. Mein Leben war davon stark geprägt, ohne dass mir das bewusst war. Die Erkrankung hat mich dazu gebracht, solche Dinge aufzudecken und mich selber besser zu verstehen.

In schweren Phasen: Gedanken, sich das Leben zu nehmen

Während der schweren Phasen hatte ich auch Suizidgedanken. Es geht einem so schlecht und man ist so hoffnungslos. Ich kam mir manchmal vor wie ein wandelnder Toter, ohne jedes Gefühl. Ich habe mich gefühlt wie ein Zombie, der morgens kaum aus dem Bett kommt und den Tag in einem Dämmerzustand verbringt. Beispielsweise konnte ich über viele Monate nicht lesen. Das ist ein Zustand, in dem man eigentlich nicht leben möchte. Da kam mir schon der Gedanke, dass ich das ja nicht ewig aushalten muss, es gibt ja noch die Möglichkeit, dass ich mir das Leben nehme.

Viele, ich denke mal fast alle Menschen, haben schon mal bei schwerem Liebeskummer oder ähnlichen Situation daran gedacht, dass man sich ja das Leben nehmen könnte. Ich finde, das ist ein Stück weit auch normal. Aber wenn diese Gedanken drängend werden, zu einer inneren Stimme werden, wenn man den Eindruck hat, dass alles keinen Sinn mehr macht, dass man für die Umwelt und die Familie nur noch eine Belastung ist und anfängt darüber nachzudenken, wie man sich am besten das Leben nehmen kann, dann wird es sehr gefährlich. Ich habe nie versucht, mir tatsächlich das Leben zu nehmen. Ich hatte immer ein kleines bisschen das Gefühl, dass meine Empfindungen und Gedanken nicht ganz real sind, dass ich krank bin und mich nicht wirklich umbringen möchte. Diese ganz schlimmen Zustände mit den Suizidgedanken hielten aber nur kurze Zeit an.

Das soziale Leben aufrecht zu erhalten, war sehr schwer

Alle sozialen Aktivitäten fand ich damals ausgesprochen anstrengend. Meine Frau amüsiert sich gern, geht gern auf eine Feier und hat Spaß. Für mich war das in meiner Krankheitsphase eine ausgesprochene Quälerei. Ich habe mit ihr schon vor den Feiern ausgemacht, wie lange wir bleiben. Sie hat das oft nicht verstanden und gedacht, ich habe keine Lust dazu, aber ich konnte das einfach nicht. Der Kontakt mit anderen Menschen war für mich wahnsinnig anstrengend. Ein normales Gespräch fließt ja eigentlich, da muss man normalerweise nicht nachdenken, was man im nächsten Satz sagen will. Bei einer Depression ist das quälend, weil dieses „Fließen“ überhaupt nicht stattfindet. Dadurch besteht die Gefahr, dass man sich noch mehr zurückzieht, vereinsamt und das Gefühl hat, kein liebenswerter Mensch zu sein und dass niemand einen mag.

Ich konnte oft auch nicht in Kaufhäuser gehen, weil mich diese Vielfalt an Eindrücken erschlagen hat. Mir wurde schwindelig und schlecht davon. Ich hatte nur noch den Wunsch, an die frische Luft zu kommen.

Meiner Frau fiel es schwer, sich in mich einzufühlen. Das war nicht immer einfach für uns. Aber ihr Pragmatismus hat mir gut getan. Es war uns damals nicht klar, ob ich jemals wieder arbeiten würde und da hat sie ihre Stunden auf der Arbeit erhöht und gemeint, es wird schon irgendwie gehen. Das hat sehr viel Druck von mir genommen.

Sorge um die Kinder

Meine Kinder haben sehr gelitten, besonders mein Sohn. Er hat das Ganze in seiner Musik verarbeitet. Wir haben versucht, mit den Kindern immer offen umzugehen. Wir haben ihnen erzählt, wie die Diagnose heißt und dass es eine Krankheit ist. Manchmal habe ich den Kindern auch aus Broschüren zu der Erkrankung vorgelesen. Für die Angehörigen ist es ja sehr schwierig ein Verständnis dafür zu bekommen, was gerade mit einem los ist.

Ich hatte immer große Sorgen, dass die Kinder denken könnten, dass ich sie nicht mehr liebe. Wenn man nicht mehr in der Lage ist, sich für die Dinge der Kinder zu interessieren, etwas mit ihnen zu unternehmen, auf sie einzugehen, entwickelt man solche Gedanken. Ich war total verzweifelt darüber, hatte Schuldgefühle und habe mich gequält. Was mir geholfen hat, war der offene Umgang mit der Erkrankung auch den Kindern gegenüber.

Ich fand auch die Offenheit im Freundeskreis wichtig. Auch wenn es da bei einigen zu merkwürdigen Reaktionen kam: Sie wollten dann mit einem wie mir nichts mehr zu tun haben und haben das auch ganz offen gesagt. Man kann dadurch Menschen verlieren, aber hinterher fragt man sich, ob der Verlust am Ende so groß war. Dadurch lernt man seine Freunde erst richtig kennen.

Die Medikamente begleiten mich

Die Medikamente nehme ich immer noch ein. Vor etwa zwei Jahren habe ich mich entschieden, mal zu prüfen, ob ich die Tabletten noch brauche und habe sie abgesetzt. Zunächst ging das sehr gut. Es hat sich durch das Absetzen erst mal nichts verändert: Weder ist mein Zustand schlechter noch besser geworden. Aber etwa ein dreiviertel Jahr später war ich im Urlaub außerhalb Europas und ich vermute, dass ich auch durch die Verschiebung der Schlafphasen innerhalb weniger Stunden wieder voll in der Depression war. Ich saß im Hotelzimmer und habe geheult und wollte nicht vor die Tür gehen, weil mir alles bedrohlich erschien. Ich hatte Angst, mich an diesem fremden Ort nicht zurechtzufinden. Anschließend habe ich etwa acht Wochen gebraucht, um wieder den Zustand vor Absetzen der Medikamente zu erreichen.

Gott sei Dank hat das alte Medikament wieder angeschlagen. Das ist nicht immer so. Ich habe erst dadurch wirklich begriffen, dass Depressionen auch eine körperliche Erkrankung sind. Im Gehirn läuft da etwas nicht rund. Jetzt nehme ich die Medikamente wieder regelmäßig wie verordnet. Ich vertrage die Medikamente sehr gut und habe keine Nebenwirkungen. Meine Ärztin verschreibt mir die Tabletten und wir machen regelmäßig Blutuntersuchungen, um zum Beispiel die Leberwerte zu kontrollieren.

Zum Arzt zu gehen, wenn man den Verdacht auf eine Depression hat, ist oft sehr schwer. Manchmal hilft es aufzuschreiben, wie es einem geht, wie man sich fühlt, welche Sorgen man hat, wie man schläft. Wenn man es nicht erzählen kann, kann man das Aufgeschriebene seinem Arzt geben. Es ist oft schwierig, beim Arzt in Worte zu fassen, wie es einem geht, und der Arzt kommt dann manchmal nicht auf die richtige Idee. Weiter finde ich es sehr wichtig, mit dem Partner und den Freunden darüber zu reden. Und nicht zu versuchen, schwer depressive Zustände auszuhalten. Es muss darüber gesprochen werden, denn nur dann kann man sie behandeln.

Ich finde es sehr schön ausgedrückt, wenn man Depressionen als eine Erkrankung der „Losigkeiten“ ausdrückt: Hoffnungslosigkeit, Gefühllosigkeit und so weiter. Es fehlt einem wirklich alles: die Fähigkeit, sich an etwas zu erfreuen und die Fähigkeit, mit anderen mitzufühlen, ist teilweise völlig verlorengegangen. Man lebt in einer grauen, bedeutungslosen, unattraktiven Welt. Ich habe oft gehört: „Was hat er denn, er hat einen Beruf, verdient ausreichend Geld, hat eine attraktive Frau, zwei tolle Kinder, eine Doppelhaushälfte, ein Auto – was will er denn?!“ Viele glauben, Depressionen sind eine Sinnkrise. Das ist schräg und völlig daneben. Depressionen sind auch eine körperliche Erkrankung. Durch die Depression verliert man das Gefühl und damit alles, was einem das Leben schön macht.

 

Danksagung

Erfahrungsberichte fassen Interviews mit Betroffenen zusammen. Alle Gesprächspartnerinnen und -partner haben der Veröffentlichung zugestimmt. Ihnen gilt unser herzlicher Dank.

Die Berichte geben einen Einblick in den persönlichen Umgang und das Leben mit einer Erkrankung. Die Aussagen stellen keine Empfehlung des IQWiG dar.

Hinweis: Um die Anonymität der Interviewten zu wahren, ändern wir ihre Vornamen. Die Fotos zeigen unbeteiligte Personen.

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