Dimethylfumarat (Skilarence) bei Schuppenflechte (Psoriasis)

Einleitung

Der Wirkstoff Dimethylfumarat (Handelsname Skilarence) ist seit Juni 2017 zur systemischen für Erwachsene mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis zugelassen.

Psoriasis ist eine entzündliche, nicht ansteckende Hautkrankheit. Sie macht sich meist durch scharf abgegrenzte rote Flecken (medizinisch „Plaques“ genannt), eine schuppige Haut und häufig auch Juckreiz bemerkbar. Eine Schuppenflechte verläuft in Schüben: Das Hautbild kann sich spontan verbessern, aber auch plötzlich schlechter werden. Sie ist eine chronische Erkrankung und bisher nicht heilbar.

Eine Psoriasis wird gewöhnlich äußerlich behandelt, beispielsweise mit Cremes oder Salben. Bei schweren Verläufen kommt eine Phototherapie infrage. Außerdem gibt es Arzneimittel zum Einnehmen oder Spritzen, die auf verschiedene Weise den Entzündungsprozess verlangsamen oder stoppen sollen. Diese Form der Behandlung nennt man systemische .

Dimethylfumarat soll die Entzündungsreaktion der Haut verringern.

Anwendung

Der Wirkstoff ist als Tablette in den Dosierungen 30 und 120 mg verfügbar. Die Dosis sollte langsam gesteigert werden:

  • in der ersten Woche 30 mg täglich.
  • in der zweiten Woche 60 mg täglich.
  • in der dritten Woche 90 mg täglich.
  • in der vierten Woche 120 mg täglich.
  • Ab der fünften Woche wird die Dosis wöchentlich um 120 mg gesteigert, bis die Maximaldosis von 720 mg täglich erreicht ist.

Die Dosis kann abhängig von Unverträglichkeiten, Behandlungserfolg oder Blutwerten angepasst werden.

Andere Behandlungen

Für Personen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, bei denen eine systemische infrage kommt, stehen neben einer Psoralen-UVA-Therapie (PUVA)  die Wirkstoffe Fumarsäureester, Ciclosporin, Methotrexat oder Secukinumab zur Verfügung.

Für Patientinnen und Patienten, bei denen eine systemische mit PUVA, Ciclosporin oder Methotrexat erfolglos war oder nicht geeignet ist, kommt eine Behandlung mit einem Tumor-Nekrose-Faktor (TNF)-α-Antagonisten (Adalimumab oder Infliximab), Secukinumab oder Ustekinumab infrage.

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2017 geprüft, ob Dimethylfumarat Vor- oder Nachteile für Erwachsene mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis im Vergleich zu den Standardtherapien hat.

Um diese Frage zu beantworten, legte der Hersteller jedoch keine geeigneten Daten vor.

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse eines Gutachtens zusammen, das das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses () im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der beschließt auf Basis der Gutachten und eingegangener Stellungnahmen über den Zusatznutzen von Dimethylfumarat (Skilarence).

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Dimethylfumarat (Psoriasis vulgaris) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V. Dossierbewertung; Auftrag A17-49. 22.12.2017. (IQWiG-Berichte; Band 573).

IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.

Ob eine der von uns beschriebenen Möglichkeiten im Einzelfall tatsächlich sinnvoll ist, kann im Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt geklärt werden. Gesundheitsinformation.de kann das Gespräch mit Ärzten und anderen Fachleuten unterstützen, aber nicht ersetzen. Wir bieten keine individuelle Beratung.

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Erstellt am 02. Januar 2018
Nächste geplante Aktualisierung: 2021

Autoren/Herausgeber:

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

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