Behandlungen und Untersuchungen

Coronavirus: Infos für Raucherinnen und Raucher

Wer raucht, ist anfälliger für Atemwegsinfektionen wie eine Grippe oder Lungenentzündung – und wahrscheinlich auch für Infektionen mit dem neuen Coronavirus. Nach ersten Studien haben Raucherinnen und Raucher bei einer Covid-19-Erkrankung auch stärkere Beschwerden und häufiger Komplikationen. Aus gesundheitlicher Sicht spricht jetzt also viel für eine Entwöhnung.

Das ist leichter gesagt als getan: Mit dem Rauchen aufzuhören, ist nicht einfach und gelingt auch nicht immer beim ersten Anlauf. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, um die Erfolgschancen zu erhöhen. Sinnvoll ist:

  • Den Rauchstopp zu planen und Strategien zu entwickeln, die die Erfolgschancen erhöhen: Zum Beispiel, vorher alle Zigaretten zu entsorgen und sich zu überlegen, was man bei akutem Verlangen tun kann.
  • Kostenlose telefonische oder internetbasierte Unterstützungsangebote zu nutzen wie www.rauchfrei-info.de von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
  • Entzugserscheinungen lindern: Nikotinersatztherapien erhöhen die Erfolgschancen und sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

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Manche Fachleute sprechen sich wegen der Corona-Pandemie für Entwöhnungstherapien aus, bei denen man sich nicht ins Gesicht fassen muss, wie zum Beispiel Nikotinpflaster statt Nikotinkaugummis. E-Zigaretten sehen manche Fachleute kritisch. Zwar können sie helfen, vom Tabak wegzukommen – viele Menschen rauchen stattdessen aber dauerhaft E-Zigaretten. Was die Inhalation von E-Zigaretten gesundheitlich bedeutet, ist unklar.

Bei der Wahl einer Behandlung spielen auch die persönlichen Vorlieben eine wichtige Rolle. Grundsätzlich ist jede Maßnahme sinnvoll, die dabei hilft, vom Tabakrauchen wegzukommen. Man kann also die auswählen, die man bevorzugt.

Wichtig ist: Aus medizinischer Sicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, eine Entwöhnung zu versuchen – und manch einer möchte gerade jetzt etwas für seine Gesundheit tun. Andere Menschen belastet die aktuelle Situation psychisch aber so sehr, dass eine Entwöhnung sie jetzt überfordern könnte. Denn ein Tabakentzug kann anfangs unruhig, reizbar und niedergeschlagen machen.

Wer nicht ganz aufhören möchte, kann auch versuchen, weniger zu rauchen. Aufgeschoben ist zudem nicht aufgehoben: Es ist jederzeit möglich, später eine Entwöhnung zu beginnen – oder es einfach auszuprobieren und den Versuch abzubrechen, wenn man merkt, dass er einen in der momentanen Lage überfordert.