Einleitung

Benralizumab (Handelsname Fasenra) ist seit Januar 2018 für Erwachsene mit schwerem eosinophilem Asthma zugelassen. Der Wirkstoff kommt als Zusatzbehandlung infrage, wenn eine Therapie mit hochdosierten Kortikosteroiden und langwirksamen Beta-2-Mimetika allein nicht mehr ausreicht, um die Beschwerden zu kontrollieren.

Bei Menschen mit Asthma neigt das Immunsystem dauerhaft zu einer übersteigerten Abwehrreaktion. Wenn die Schleimhäute der Bronchien  Kontakt zu bestimmten Reizen haben, kann sich die Muskulatur der Atemwege verkrampfen. Beschwerden sind Anfälle mit „pfeifendem“ Atem, Husten und Atemnot. Eosinophile Granulozyten sind Zellen des körpereigenen Immunsystems. Beim eosinophilen Asthma ist ihre Zahl im Blut und Auswurf der Patientinnen und Patienten erhöht.

Benralizumab ist ein Antikörper gegen einen Botenstoff der Immunabwehr. Er soll die Zahl der eosinophilen Granulozyten verringern und so die Abwehrreaktion in den Bronchien abschwächen.

Anwendung

Der Wirkstoff ist als Fertigspritze in einer Dosierung von 30 mg verfügbar. Die ersten 3 Spritzen werden in einem Abstand von 4 Wochen unter die Haut in den Bauch, Oberschenkel oder Oberarm gespritzt. Danach wird alle 2 Monate eine Spritze verabreicht.

Andere Behandlungen

Als Standardtherapien für Personen mit schwerem eosinophilem Asthma steht eine individuelle Kombination aus inhalativen Kortikosteroiden und langwirksamen Bronchodilatatoren, zur Erweiterung der Atemwege Tiotropium und bei bestimmten Formen des schweren allergischen Asthmas Omalizumab zur Verfügung. Zur Verbesserung der Behandlung kommt gegebenenfalls auch die kurzzeitige Gabe oraler Kortikosteroide infrage.

Bewertung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat 2018 geprüft, ob Benralizumab Vor- oder Nachteile für Erwachsene mit schwerem eosinophilem Asthma im Vergleich zu den bewährten Standardtherapien hat.

Um diese Frage zu beantworten, legte der Hersteller jedoch keine geeigneten Daten vor.

Weitere Informationen

Dieser Text fasst die wichtigsten Ergebnisse eines Gutachtens zusammen, das das IQWiG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) im Rahmen der Frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln erstellt hat. Der G-BA beschließt auf Basis des Gutachtens und eingegangener Stellungnahmen über den Zusatznutzen von Benralizumab (Fasenra).