Behandlungen und Untersuchungen

Auf einen Blick: Hormonbehandlung bei Myomen

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Vor- und Nachteile verschiedener hormoneller Behandlungen gegen Beschwerden wie starke Regelblutungen und Regelschmerzen. Bei Myomen helfen hormonelle Mittel nur so lange, wie sie eingesetzt werden. Während dieser Zeit ist es nicht möglich, schwanger zu werden.

Tabelle: Hormonbehandlung bei Myomen
Behandlung Vorteile Nachteile
GnRH-Analoga zur kurzfristigen Behandlung (bis sechs Monate), meist vor Operationen.
  • Können Myome verkleinern und Beschwerden wie starke Regelblutungen lindern.
  • Es kann schonender operiert werden. Operationsrisiken durch Blutarmut sinken.
  • Nach Ende der Behandlung wachsen Myome erneut. Meist treten auch wieder Beschwerden auf.
  • Häufige Nebenwirkungen: Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder Scheidenentzündungen.
Ulipristal zur kurzfristigen Behandlung (bis drei Monate) vor Operationen oder zur Langzeitbehandlung.
  • Kann Beschwerden wie starke Regelblutungen lindern und Myome etwas verkleinern.
  • Vermutlich verträglicher als GnRH-Analoga. Beschwerden wie Hitzewallungen seltener.
  • Nach Ende der Behandlung wachsen Myome erneut. Meist treten auch wieder Beschwerden auf.
  • Verkleinert Myome womöglich nicht so gut wie GnRH-Analoga.
  • Einfluss auf Myom-Operation noch unklar.
Hormonspirale zur längerfristigen Behandlung nur bei bestimmten, nicht zu großen Myomen; hormonelles Verhütungsmittel.
  • Kann starke Regelblutungen abschwächen und Blutarmut (Anämie) vorbeugen.
  • Kein Einfluss auf Schmerzen.
  • Mögliche Nebenwirkungen: Akne, Schmier- und Zwischenblutungen, Gewichtszunahme, Bauchschmerzen und Spannungsgefühle in der Brust.
Verhütungspille zur längerfristigen Behandlung; hormonelles Verhütungsmittel.
  • Kann starke Regelblutungen abschwächen und Blutarmut (Anämie) vorbeugen.
  • Bei durchgehender Einnahme kann die Regelblutung bis zum Absetzen der Behandlung ganz ausbleiben.
  • Mögliche Nebenwirkungen: Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen, Spannungsgefühle in der Brust.
  • Erhöht das Risiko für Thrombosen.
  • Nutzen bei Myom-Beschwerden kaum untersucht.

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