Apixaban nach Ersatz eines Kniegelenks

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat Anfang 2012 geprüft, welchen Nutzen Apixaban im Vergleich zum Wirkstoff Enoxaparin hat, der ebenfalls zur Thrombose-Vorbeugung eingesetzt wird. Enoxaparin wird einmal täglich unter die Haut gespritzt. Die im Folgenden dargestellten Ergebnisse gelten für Personen, die Apixaban nach Ersatz eines Kniegelenks erhalten.

Welche Vorteile hat Apixaban?

  • Tiefe Beinvenenthrombose: Die Studien zeigen, dass Apixaban zu Beschwerden führenden tiefen Beinvenenthrombosen besser vorbeugt als Enoxaparin. Von 1000 Personen, die Apixaban einnahmen, kam es bei etwa 1 zu einer symptomatischen tiefen Venenthrombose. Bei 1000 Personen, die Enoxaparin spritzten, waren es etwa 4.

Welche Nachteile hat Apixaban?

  • Lungenembolie: Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass bei Personen mit Kniegelenk-OP, die Apixaban einnehmen, häufiger Lungenembolien auftreten als unter Enoxaparin. Von 1000 Personen, die Apixaban einnahmen, hatten etwa 5 eine Lungenembolie. Unter Enoxaparin kam es bei etwa 1 von 1000 Personen zu einer Lungenembolie.

Wo zeigte sich kein Unterschied?

  • Todesfälle: Im Vergleich zwischen Apixaban und Enoxaparin zeigt sich kein Unterschied. Todesfälle waren generell selten.
  • Blutungen: Auch hier zeigte sich kein Unterschied. Bei beiden Medikamenten kam es bei etwa 10 von 1000 Personen zu einer größeren Blutung.

Welche Fragen sind noch offen?

  • Lebensqualität: In den Studien wurde die Lebensqualität nicht untersucht.

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