Woran man eine Grippe erkennt

Schematische Abbildung der Atemwege
Viele Menschen benutzen den Begriff "Grippe", wenn sich eine Erkältung ankündigt. Beide Krankheiten haben jedoch sehr unterschiedliche Verläufe und Konsequenzen. Sie lassen sich durch Beobachtung der Anzeichen und Beschwerden voneinander unterscheiden.

Erkältungen sind wesentlich häufiger als eine Grippe. Typisch für eine Erkältung oder eine andere Infektion der oberen Atemwege ist, wenn:

  • sich die Erkrankung allmählich entwickelt hat,
  • nicht der gesamte Körper schmerzt,
  • keine Grippesaison herrscht oder es in Ihrem Umfeld nicht zu einem Grippeausbruch gekommen ist,
  • Sie keine schweren Beschwerden im Brustkorb haben,
  • Sie immer noch Appetit verspüren.

Typisch für eine Grippe (Influenza) ist, dass diese nicht nur die Atemwege, sondern den ganzen Körper betrifft; sie setzt meist ziemlich schnell und mit recht starken Beschwerden ein. Zu den Symptomen gehören:

  • Fieber: Die Körpertemperatur steigt auf 38 bis 40 Grad Celsius oder höher,
  • Muskel- und Gelenkschmerzen im ganzen Körper ("Myalgie" und "Arthralgie"),
  • Kopfschmerzen,
  • starke Abgeschlagenheit und allgemein schweres Krankheitsgefühl,
  • trockener Husten ohne Schleim,
  • verstopfte und/oder laufende Nase ("Rhinitis"),
  • Appetitlosigkeit,
  • starke Müdigkeit.

Bei Säuglingen oder Kleinkindern kann es auch zu Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen kommen.

Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie oder ein Angehöriger an Grippe erkrankt sind, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie bereits andere Krankheiten haben, die das Risiko erhöhen, dass es bei einer Grippe zu Komplikationen kommt. Dazu gehören beispielsweise chronische Lungenerkrankungen und Diabetes. Dasselbe gilt, wenn Sie Kontakt zu Personen mit erhöhtem Risiko haben, dazu gehören auch Säuglinge und Kleinkinder.

  • Letzte Aktualisierung: 05. März 2010 16:36
  • Erstellt am: 14. Februar 2006 10:00
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