Wie funktioniert der weibliche Zyklus?

Wenn ein Mädchen auf die Welt kommt, enthalten seine Eierstöcke bereits den gesamten Vorrat an Eizellen, der ihm im Laufe des Lebens zur Verfügung steht. Diese Eizellen sind in kleinen Bläschen eingeschlossen, den sogenannten Follikeln. Während der Pubertät sorgen dann verschiedene Hormone dafür, dass der erste der ruhenden Follikel heranreift und eine Eizelle freigibt.

Hormone sind Stoffe, die im Körper hergestellt werden und wie chemische Boten funktionieren. Sie regeln Körperfunktionen wie den Menstruationszyklus und die Körpertemperatur. Hormone lösen auch den Eisprung aus.

Was beim Eisprung passiert

Eine Frau kann um den Zeitpunkt herum schwanger werden, an dem eine Eizelle herangereift ist und den Eierstock verlassen hat. Diese wandert den Eileiter hinunter bis in die Gebärmutter. Dieser Vorgang wird auch Eisprung (Follikelsprung oder Ovulation) genannt. Sobald ein Mädchen zum ersten Mal seine Regelblutung (Menstruation) bekommen hat, findet der Eisprung normalerweise einmal im Monat statt.

Grafik: Gebärmutter


Was geschieht während der Menstruation?


Im Verlauf des monatlichen Hormonzyklus bereitet sich die Schleimhaut der Gebärmutter auf die mögliche Einnistung eines befruchteten Eies vor. Sie dient dazu, den Embryo zu ernähren, falls die Frau schwanger wird. Wenn die Eizelle nicht befruchtet wird, stirbt sie ab.

Am Ende des Zyklus öffnen sich vorübergehend einige Blutgefäße in der Gebärmutterschleimhaut, und die oberste Schleimhautschicht wird zusammen mit der Eizelle und etwas Blut durch die Scheide ausgeschieden. Es kommt zur Regelblutung, auch "Periode" oder "Menstruation" genannt. Solange eine Frau nicht schwanger ist und keine hormonellen Verhütungsmittel einnimmt, zeigt eine Blutung normalerweise an, dass ein Zyklus zu Ende gegangen ist und ein neuer angefangen hat. Die Periode dauert bei den meisten Frauen drei bis fünf Tage.

Grafik: Zykluskurve

Um die Schleimhaut und das Blut abzustoßen, ziehen sich die Muskeln der Gebärmutter in unregelmäßigem Rhythmus zusammen und entspannen sich wieder. Dadurch kann sich das Gewebe von der Gebärmutterwand lösen und durch die Scheide abfließen.

Auch wenn das Menstruationsblut auf einer Binde oder einem Tampon auf den ersten Blick nach viel Flüssigkeit aussieht: Normalerweise verliert man während der Regelblutung insgesamt nur 20 bis 60 Milliliter Blut, das sind 4 bis 12 Teelöffel.

Ungefähr mit 50 Jahren kommt es zur letzten Blutung. Diese letzte Periode nennen Medizinerinnen und Mediziner "Menopause". Der Zeitraum um diese Umstellung herum wird auch Wechseljahre genannt. Entscheidend für den Zeitpunkt der letzten Regelblutung ist, wann eine Frau ihren Vorrat an Follikeln in den Eierstöcken aufgebraucht hat. Bis zu einem Alter von etwa 40 Jahren nimmt die Anzahl der Follikel langsam ab, danach sinkt die Zahl sehr rasch, bis schließlich keine Follikel mehr heranreifen.


Autor: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

  • Letzte Aktualisierung: 13. Mai 2011 11:14
  • Erstellt am: 06. November 2009 11:29
  • Historie: Liste anzeigen

Bewertet durch

„Relevant, objektiv und unabhängig“

Aktuell im Gespräch

Prämenstruelles Syndrom

Prämenstruelles Syndrom

Nutzerbefragung

Bewerten Sie unsere Webseite.

Zertifiziert durch