Was sind typische Symptome des Reizdarmsyndroms?

Das Reizdarmsyndrom ist ein recht häufiges Gesundheitsproblem. Zu typischen Beschwerden gehören lang anhaltende Bauch- oder Unterleibsschmerzen, Blähungen, Durchfall und Verstopfungen. Einzelheiten können Sie unserem Merkblatt entnehmen.

Die Diagnose Reizdarm ist wahrscheinlich, wenn ein Patient während des zurückliegenden Jahres, auch mit Unterbrechungen, für mindestens zwölf Wochen lang Bauch- oder Unterleibsschmerzen hatte und wenn zwei der folgenden Merkmale hinzukommen:

  • Beschwerden bessern sich nach einem Stuhlgang,
  • Häufigkeit des Stuhlgangs ändert sich,
  • das Aussehen des Stuhls verändert sich.

Das Reizdarmsyndrom ist nicht die einzige Erkrankung, die diese Symptome hervorrufen kann.
Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz (Unverträglichkeit für Molkereiprodukte) oder Sprue (Zöliakie), eine Unverträglichkeit für ein Eiweiß, enthalten in Weizen und anderen Lebensmitteln, müssen als Ursache der Beschwerden ausgeschlossen sein.

Wenn folgende Beschwerden hinzukommen, deutet das eher auf eine andere Darmerkrankung hin:

  • Deutlicher Gewichtsverlust
  • Blut im Stuhl
  • Fieber
  • Blutarmut

Bei solchen zusätzlichen Beschwerden wird ein Arzt genauere Untersuchungen vorschlagen, um andere mögliche Erkrankungen zu klären. Diese Beschwerden können zum Beispiel durch eine entzündliche Darmerkrankung verursacht sein, wie Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn. Möglich ist auch eine so genannte Diverkulitis, bei der sich Kot in Taschen in der Darmwand festgesetzt hat. Plötzliche Unterleibsschmerzen können auch durch Gallensteine verursacht sein.

Darmkrebs ist zwar auch eine mögliche Ursache, wenn Verdauungsbeschwerden zusammen mit Anzeichen wie zum Beispiel Blut im Stuhl auftreten, er ist aber bei Personen unter 50 sehr selten. Typische Warnsignale für Darmkrebs haben wir hier zusammengestellt.

  • Erstellt am: 04. April 2006 18:28
  • Letzte Aktualisierung: 10. April 2006 18:13
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