IQWiG - Berichte
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erhält seine Arbeitsaufträge vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) oder vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Das Institut kann aber auch in eigener Regie für die Gesundheitsversorgung wichtige Themen aufgreifen und wissenschaftlich bearbeiten.
Eine Übersicht über alle bisher erteilten Aufträge finden Sie auf der Website des IQWiG.
Herzerkrankungen und Diabetes: Welche Statine sind gut untersucht?
In Deutschland sind fünf verschiedene Statine zugelassen, die alle in der Lage sind, Cholesterinwerte im Blut zu senken. Für Patienten ist aber entscheidend, wie gut die Medikamente Herzinfarkten und anderen Herz-Kreislauf-Krankheiten vorbeugen können.
mehrMindestmengen in Krankenhäusern: Sind die Ergebnisse in Krankenhäusern mit großen Operationszahlen besser?
Möglicherweise gibt es Vorteile bei Operationen, z.B. von künstlichen Kniegelenken, wenn diese durch das Krankenhaus häufig durchführt werden. Die Festlegung solcher Mindestmengen von Operationen für deutsche Kliniken ist jedoch nicht einfach.
mehrPflegepersonal in Krankenhäusern: Wirkt sich die Arbeitsbelastung auf die Gesundheit der Patienten aus?
In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Patienten spürbar erhöht, die das Pflegepersonal in deutschen Krankenhäusern zu betreuen hat. Bislang sind aber keine Schlussfolgerungen möglich, ob sich das auf die Qualität der medizinischen Versorgung in Deutschland auswirkt.
mehrAsthma-Medikamente: Wie schneidet Montelukast im Vergleich ab?
In Kombination mit einem Kortikoid-Spray können Montelukast-Tabletten Beschwerden durch leichtes und mittelschweres chronisches Asthma etwas weniger wirksam lindern als eine Kombination aus Kortikoid und Salmeterol-Spray. Schwer wiegende Nebenwirkungen sind dafür geringfügig seltener. Eine verlässliche Antwort, ob eine Dauerbehandlung mit Montelukast Menschen mit Anstrengungsasthma nutzt, steht aber noch aus.
mehrKurzwirksame Insulinanaloga: Sind sie für Menschen mit Typ-2-Diabetes besser als herkömmliche Insuline?
Es gibt keine ausreichenden Langzeitstudien, die zeigen könnten, ob kurzwirksame Insulinanaloga für Menschen mit Typ-2-Diabetes gesundheitliche Vorteile gegenüber Humaninsulin haben. Ebenso wenig sind zurzeit Aussagen über die langfristige Sicherheit der Insulinanaloga möglich.
mehrInhalative Insulinbehandlung: Wie sicher ist Insulin zum Einatmen?
Die derzeit vorhandenen Daten reichen nicht aus, um den langfristigen Nutzen und Schaden des inhalativen Insulins verlässlich einzuschätzen. Den meisten Menschen mit Diabetes kann die Inhalation das Spritzen nicht völlig ersparen. Der Hersteller von inhalativem Insulin hat sein Präparat mit Handelsnamen Exubera mittlerweile wieder vom Markt genommen.
mehrKurzwirksame Insulinanaloga bei Typ-1-Diabetes: Gibt es Unterschiede im Vergleich zu herkömmlichen Insulinen?
Ob kurzwirksame Insulinanaloga für Menschen mit Typ-1-Diabetes gesundheitliche Vorteile gegenüber Humaninsulin haben, lässt sich derzeit nicht beurteilen. Auch ob ihre Anwendung den alltäglichen Umgang mit der Erkrankung erleichtern, bleibt offen.
mehrAsthma-Medikamente: Wie wirken Fixkombinationen aus Kortikosteroiden und langwirksamen Beta-2-Mimetika im Vergleich zur getrennten Kombination?
Fixkombinationen aus Kortikosteroiden und lang wirksamen Beta-2-Mimetika haben bei chronischem Asthma die gleiche Wirkung auf Asthmabeschwerden wie eine getrennte Kombination dieser Medikamente.
mehrChronische Wunden: Bessere Heilung durch Vakuumtherapie?
Es gibt Hinweise, dass chronische und großflächige Wunden durch eine Vakuumversiegelungstherapie besser heilen könnten. Ob die Therapie mit Unterdruck generell besser ist als eine herkömmliche Wundbehandlung, müssen weitere Studien klären.
mehrLokal begrenzter Prostatakrebs: Hat die Brachytherapie Vorteile?
Ob eine Brachytherapie für Männer mit Prostatakrebs im Frühstadium insgesamt mehr Vorteile hat als andere Therapieverfahren, lässt sich derzeit nicht sagen. Es gibt jedoch Hinweise, dass nach einer Brachytherapie andere unerwünschte Wirkungen auftreten als nach Behandlungsalternativen wie Operation oder konventioneller Strahlentherapie.
mehrBewertung von internationalen Leitlinien: Untersuchungsverfahren zur Diagnose von Asthma bei Kindern zwischen 2 und 5 Jahren
Es gibt bislang noch kein allgemein anerkanntes Untersuchungsverfahren, mit dem man Asthma bei Kindern im Alter zwischen zwei und fünf Jahren eindeutig diagnostizieren kann. Deshalb führen Ärztinnen und Ärzte stufenweise mehrere diagnostische Untersuchungen durch, um festzustellen, ob ein Kind Asthma hat.
mehrFrüherkennungsprogramme: Welche Auswirkungen hätten Hörtests für alle Neugeborenen?
Durch eine Reihenuntersuchung (Screening) für alle Neugeborenen könnten Hörstörungen bei Säuglingen früher erkannt und behandelt werden als bisher. Dies kann die frühe sprachliche Entwicklung von Kindern mit Hörstörungen verbessern.
mehrBewertung von internationalen Leitlinien: Empfehlungen für Menschen mit einer koronaren Herzkrankheit
Die Vorgaben für Disease-Management-Programme für Menschen mit koronarer Herzkrankheit stimmen im Wesentlichen mit den Empfehlungen aus internationalen medizinischen Leitlinien überein. Erweiterungen wären zum Beispiel zu den Themen Ernährungsberatung, körperliche Aktivität und Raucherberatung möglich.
mehrBluthochdruck: Kann Gewichtsabnahme den Blutdruck senken?
Eine Gewichtsabnahme durch Diät (mit oder ohne zusätzliche Bewegung) oder mithilfe des Medikaments Orlistat kann Bluthochdruck kurzfristig senken. Ob eine Gewichtsabnahme allein gegen Langzeitschäden durch Bluthochdruck schützen kann, ist noch nicht geklärt.
mehrTyp-2-Diabetes: Wo liegen die Vor- und Nachteile von Exenatide-Injektionen?
Bei Typ-2-Diabetes können mit Exenatide in Kombination mit oralen Antidiabetika Blutzucker-Therapieziele ähnlich gut erreicht werden wie mit Insulin. Außerdem kann Exenatide helfen, etwas Körpergewicht zu verlieren. Unerwünschte Wirkungen treten jedoch häufig auf.
mehrGutartige Prostatavergrößerung: Wie schneiden neuere Verfahren im Vergleich zu Standardoperationen ab?
Für die "Transurethrale Resektion der Prostata" (TURP), das Standardverfahren zur chirurgischen Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung, ist am besten belegt, dass sie die damit verbundenen Beschwerden lindern kann. Manche anderen Verfahren könnten allerdings ebenso wirksam sein oder weniger unerwünschte Wirkungen haben.
mehrFrühgeburt und sehr geringes Geburtsgewicht: Werden Frühgeborene in Krankenhäusern mit größeren Behandlungszahlen besser versorgt?
Frühgeborene, die auf großen Neugeborenenstationen betreut werden, scheinen ein geringeres Sterberisiko zu haben. Was die genauen Ursachen dafür sind, ist noch nicht klar. mehr
Bewertung von internationalen Leitlinien: Asthma und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
Die Vorgaben für die Disease-Management-Programme Asthma und COPD stimmen im Wesentlichen mit den Empfehlungen aus internationalen medizinischen Leitlinien überein. Einige Ergänzungen der DMP-Vorgaben wären möglich, zum Beispiel zu den Aspekten Raucherentwöhnung und Asthmabehandlung in der Schwangerschaft. mehr
Hüftkopfnekrose: Hilft eine hyperbare Sauerstofftherapie?
Ob Menschen mit Hüftkopfnekrose von einer hyperbaren Sauerstofftherapie (HBO) profitieren können, ist nicht belegt, da es keine aussagekräftigen Studien gibt. Die Therapie kann jedoch einige unerwünschte Wirkungen haben, zum Beispiel vorübergehende Sehstörungen. mehr
Brandwunden: Kann eine hyperbare Sauerstofftherapie die Heilung unterstützen?
Ob Verbrennungen besser heilen, wenn sie zusätzlich mit einer hyperbaren Sauerstofftherapie (HBO) behandelt werden, ist unklar. Die HBO kann allerdings einige unerwünschte Wirkungen haben, zum Beispiel vorübergehende Sehstörungen oder Risse im Trommelfell. mehr
Bewertung von internationalen Leitlinien: Brustkrebs
Es gibt neue Entwicklungen bei der Versorgung und Behandlung von Frauen mit Brustkrebs, zum Beispiel eine spezielle Form der Antikörpertherapie. Sie könnten bei der anstehenden Aktualisierung des deutschen Disease-Management-Programms Brustkrebs eine Rolle spielen. mehr
Typ-2-Diabetes: Wo liegen die Vor- und Nachteile der Blutzuckersenkung mit Glitazonen?
Es gibt keine Belege dafür, dass Glitazone den Komplikationen von Typ-2-Diabetes besser vorbeugen als andere Medikamente. Aufgrund des ungünstigen Nutzen-Schaden-Verhältnisses wurde entschieden, das Glitazon mit dem Wirkstoff Rosiglitazon vom Markt zu nehmen. Auch für den Wirkstoff Pioglitazon gibt es Sicherheitsbedenken, so dass Arzneimittelbehörden vom Gebrauch abraten.
mehrAlzheimer Demenz: Können ginkgohaltige Mittel helfen?
Ginkgo biloba könnte bestimmten Menschen mit Alzheimer helfen, den Alltag wieder besser zu bewältigen. Unerwünschte Wirkungen kommen nicht sehr häufig vor, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind jedoch nicht auszuschließen. mehr
Alzheimer Demenz: Wie gut helfen Cholinesterasehemmer?
Cholinesterasehemmer können bei Menschen mit leichter bis mittelschwerer Alzheimer Demenz den Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit leicht verzögern. Dadurch können sie den Alltag eventuell länger selbst bewältigen. Ob Cholinesterasehemmer effektiver wirken als andere Behandlungen, ist noch unklar.
mehrFrüherkennungsprogramme: Haben Sehtests für alle Vorschulkinder mehr Vor- als Nachteile?
Sehschwächen bei Kindern zu entdecken, ist wichtig. Allerdings wurde bislang nicht ausreichend untersucht, welche Vor- und Nachteile routinemäßige Sehtests bei Kleinkindern haben. mehr
Lymphdrüsenkrebs: Welchen Einfluss hat die Untersuchung mit einem Positronen-Emissions-Tomographen auf die Behandlungsergebnisse?
Bei Lymphdrüsenkrebs lassen sich mit einer Positronen-Emissions-Tomographie womöglich genauere Befunde erzielen als mit einer Computertomographie. Ob diese allerdings auch zu besseren Behandlungsergebnissen führen, ist unklar. mehr
Typ-2-Diabetes: Sind langwirksame Insulinanaloga besser als herkömmliche langwirksame Insuline?
Es gibt keine Belege dafür, dass langwirksame Insulinanaloga für Menschen mit Typ-2-Diabetes Vorteile gegenüber Humaninsulin haben. Der langfristige Nutzen und Schaden der langwirksamen Insulinanaloga ist nicht ausreichend untersucht. mehr
Bewertung von internationalen Leitlinien: Adipositas
Internationale Leitlinien empfehlen stark übergewichtigen Menschen vor allem eine Kombination aus kalorienreduzierter Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Verhaltenstherapie, um Gewicht abzunehmen. Nicht alle Empfehlungen aus den Leitlinien basieren jedoch auf hochwertigen Studien. mehr
Typ-2-Diabetes: Wie schneiden Glinide im Vergleich zu anderen Medikamenten ab?
Es gibt bislang keine aussagekräftigen Studien zu der Frage, ob Glinide Diabetes-Komplikationen wie Schäden an den Augen oder Nieren verhindern können. Ob blutzuckersenkende Medikamente aus der Gruppe der Glinide für Menschen mit Typ-2-Diabetes Vorteile gegenüber anderen Mitteln bieten, ist unklar. mehr
Asthmatische Beschwerden: Wie gut untersucht sind die Behandlungen im DMP Asthma bei Kindern im Alter von zwei bis vier Jahren?
Manche Asthma-Medikamente sind auch für zwei- bis vierjährige Kinder untersucht worden. Unklar bleibt, ob Kleinkinder von anderen Maßnahmen profitieren, die im strukturierten Behandlungsprogramm (Disease-Management-Programm, DMP) für ältere Kinder und Erwachsene mit Asthma angeboten werden. mehr
Bluthochdruck: Hilft es, weniger Kochsalz zu sich zu nehmen?
Eine kochsalzärmere Ernährung kann helfen, den Blutdruck mittelfristig zu senken: Ein Löffel Salz weniger pro Tag könnte einen Unterschied machen. Wie sich dies langfristig auf das Risiko für Folgeerkrankungen oder die Einnahme von Medikamenten auswirkt, ist unklar.
mehrAsthma: Kann man es bei Kindern im Alter von zwei bis vier Jahren zuverlässig diagnostizieren?
Es gibt bislang kein Verfahren, mit dem man Asthma bei Kleinkindern sicher feststellen kann. Tests, die bei älteren Kindern und Erwachsenen angewendet werden, können bei Kleinkindern noch nicht eingesetzt werden. Zudem lässt sich Asthma in diesem Alter nur schwer von anderen Erkrankungen mit asthmatischen Beschwerden abgrenzen. mehr
Früherkennungsprogramme: Welchen Nutzen haben routinemäßige Sprachtests für Kinder?
Unterschiedliche Behandlungen können die sprachlichen Fähigkeiten von Kindern mit Sprachproblemen vermutlich verbessern. Ob Kinder jedoch von Früherkennungsuntersuchungen auf Sprachprobleme profitieren, ist noch nicht ausreichend untersucht. mehr
Alzheimer Demenz: Können nichtmedikamentöse Behandlungen wie Schulungen für Angehörige Menschen mit Alzheimer helfen?
Wenn Angehörige geschult werden, können sie Menschen mit Alzheimer möglicherweise länger zu Hause pflegen. Bestimmte Behandlungen scheinen die geistige Leistungsfähigkeit von Menschen mit Alzheimer länger erhalten zu können. mehr
Depressionen: Können Duloxetin und Venlafaxin helfen und wie schneiden die beiden Medikamente im Vergleich ab?
Die Medikamente Duloxetin und Venlafaxin können die Symptome einer Depression lindern. Außerdem können sie einen Rückfall weniger wahrscheinlich machen und dabei helfen, besser im Alltag zurechtzukommen. Venlafaxin führt seltener als Duloxetin dazu, dass die Therapie wegen unerwünschter Wirkungen abgebrochen wird.
mehrZahnersatz: Weiß man, welche Rolle die Gegenbezahnung bei der Wahl des Zahnersatzes spielt?
Welche Rolle die Bezahnung im gegenüberliegenden Kiefer bei der Wahl des Zahnersatzes spielt, bleibt unklar.
mehrHilft eine Balneophototherapie bei Schuppenflechte oder Neurodermitis?
Eine Licht-Bade-Therapie (Balneophototherapie) kann bei Schuppenflechte besser helfen als eine reine UV-Bestrahlung ohne Bad. Auch bei Neurodermitis gibt es Hinweise, dass eine bestimmte Form der Balneophototherapie, bei der man in speziellem Salzwasser badet und gleichzeitig mit UV-Licht bestrahlt wird, das Hautbild verbessern kann.
mehrAngina Pectoris und Herzinfarkt: Welche Vor- und Nachteile hat eine Kombinationsbehandlung mit ASS und Clopidogrel?
Menschen, die an instabiler Angina Pectoris erkrankt sind oder einen Herzinfarkt hatten, können ihr Risiko für weitere Herzprobleme senken, wenn sie zusätzlich zu ASS das Medikament Clopidogrel einnehmen. Allerdings erhöht sich dadurch das Risiko für eine Blutung.
mehrKinder und Jugendliche mit Krebs: Wie gut werden sie in Deutschland versorgt?
Im internationalen Vergleich haben Kinder und Jugendliche mit Krebserkrankungen in Deutschland sehr gute Überlebenschancen. Dies spricht für einen hohen Versorgungsstandard. Wie sich Krankheit und Therapie auf die Lebensqualität auswirken und ob es unerwünschte Langzeitfolgen gibt, ist bisher jedoch kaum bekannt.
mehrZahnersatz: Hat implantatgetragener Zahnersatz bei einer verkürzten Zahnreihe Vorteile?
Wenn die hinteren Zähne fehlen, können sie durch Implantate mit aufgesetztem Zahnersatz ersetzt werden. Ob dies Vorteile gegenüber anderen Versorgungsformen hat, ist aufgrund fehlender Studien unklar.
mehrKurzwirksame Insulinanaloga: Bieten sie Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes Vorteile gegenüber kurzwirksamen Humaninsulinen?
Ob kurzwirksame Insulinanaloga bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes Vorteile gegenüber herkömmlichen Humaninsulinen haben, ist unklar. Zumindest wenn sie über einen kurzen Zeitraum angewendet werden, scheinen alle Insuline ähnlich wirksam zu sein. Die langfristige Sicherheit von Insulinanaloga lässt sich bislang jedoch nicht beurteilen.
mehrTyp-2-Diabetes: Hat die Selbstmessung von Urin- oder Blutzucker Vorteile für Menschen, die kein Insulin spritzen?
Es ist nicht belegt, dass Menschen mit Typ-2-Diabetes, die kein Insulin anwenden, davon profitieren, wenn sie regelmäßig ihren Zucker messen. Ob die Selbstmessung dieser Persongruppe helfen kann, diabetesbedingten Erkrankungen vorzubeugen, weiß man nicht.
mehrBluthochdruck: Welche Medikamente eignen sich am besten, um Folgeerkrankungen zu verhindern?
Menschen mit Bluthochdruck haben ein erhöhtes Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen. Medikamente gegen Bluthochdruck können dieses Risiko senken. Im Vergleich verschiedener Wirkstoffgruppen können Diuretika in der Regel als Mittel der ersten Wahl angesehen werden. Welches Medikament im Einzelfall am besten geeignet ist, hängt aber auch von anderen Aspekten ab, zum Beispiel davon, ob andere Erkrankungen vorliegen.
mehrHerz- und Kreislauferkrankungen: Wie schneiden ASS und Clopidogrel im Vergleich ab?
Bei Menschen, die Beschwerden aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Beinen haben, kann Clopidogrel das Risiko für Komplikationen etwas stärker senken als ASS.
mehrDepressionen: Können die Antidepressiva Bupropion, Mirtazapin und Reboxetin helfen?
Bupropion und Mirtazapin können Depressionen lindern. Für Reboxetin ist dies nicht nachgewiesen. Mirtazapin und Reboxetin führen häufig zu unerwünschten Wirkungen.
mehrTyp-1-Diabetes: Sind langwirksame Insulinanaloga besser als herkömmliche langwirksame Insuline?
Bisher gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass langwirksame Insulinanaloga den langwirksamen Humaninsulinen überlegen sind. Auch fehlen Langzeitstudien, die untersuchen, welche Folgen die Anwendung von Insulinanaloga über viele Jahre hat.
mehrNeurogene Blasenstörung: Helfen Medikamente mit L-Methionin?
Medikamente mit dem Wirkstoff L-Methionin sollen bei neurogenen Blasenstörungen helfen, zum Beispiel indem sie Infektionen an den Harnwegen vorbeugen und die Wirkung von Antibiotika unterstützen. Bislang sind die Mittel für diese Erkrankung jedoch kaum untersucht worden, so dass keine Aussagen zu ihren Vor- und Nachteilen möglich sind.
Messung der Knochendichte: Wer kann von der Untersuchung profitieren?
Frauen nach den Wechseljahren haben ein erhöhtes Risiko für brüchige Knochen. Medikamentöse Behandlungen können die Knochen stärken und das Risiko für einen Bruch senken. Ob Frauen von Medikamenten profitieren können, lässt sich durch eine Messung der Knochendichte abschätzen.
mehrBluthochdruck: Was bringt körperliche Aktivität?
Sich mehr zu bewegen kann helfen, den Blutdruck zu senken. Ob gesteigerte körperliche Aktivität auch das Risiko für Folgeerkrankungen des Bluthochdrucks beeinflusst, muss noch in Studien untersucht werden.
mehrWeichteilsarkome: Hilft eine hochdosierte Chemotherapie in Verbindung mit einer Transplantation eigener Blutstammzellen?
Inwiefern eine hochdosierte Chemotherapie in Verbindung mit einer Transplantation eigener Blutstammzellen bei bösartigen Weichteiltumoren (Weichteilsarkomen) hilft oder schadet, ist nur unzureichend untersucht. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler empfehlen daher, sie nur im Rahmen von klinischen Studien einzusetzen.
mehrFortgeschrittener Brustkrebs: Ist eine hochdosierte Chemotherapie mit anschließender Transplantation eigener Blutstammzellen eine Option?
Eine hochdosierte Chemotherapie mit anschließender Transplantation eigener Blutstammzellen könnte für manche Frauen Vorteile haben. Da eine solche Behandlung aber auch ernsthafte Komplikationen haben kann und unklar ist, ob sie Vorteile gegenüber anderen heute angewandten Behandlungen hat, wird sie nicht routinemäßig eingesetzt.
mehrSchwangerschaftsdiabetes: Hilft eine Routineuntersuchung, Komplikationen für Mutter und Kind zu vermeiden?
Mit Hilfe einer Routineuntersuchung kann festgestellt werden, ob eine Frau möglicherweise einen Schwangerschaftsdiabetes entwickelt hat. Die Behandlung eines Schwangerschaftsdiabetes könnte helfen, das Risiko für bestimmte Geburtskomplikationen zu senken.
Hodgkin-Lymphom bei Erwachsenen: Welchen Nutzen hat eine Transplantation von Blutstammzellen nicht verwandter Spender?
Für Menschen mit Hodgkin-Lymphom kann eine Blutstammzelltransplantation eine Behandlungsmöglichkeit sein, wenn andere Therapien erfolglos waren. Die Chancen und Risiken einer Transplantation von Stammzellen nicht verwandter Spenderinnen und Spender sind jedoch nicht ausreichend untersucht.
mehrHirntumore: Welchen Nutzen hat die PET-Untersuchung bei Rückfällen hochgradiger Gliome?
Ob eine Positronen-Emissions-Tomografie (PET) zur Erkennung von Rückfällen die Behandlung von Menschen mit einem hochgradigen Gliom verbessert, wurde bisher nicht in geeigneten Studien untersucht. Auch bleibt unklar, wie treffsicher man mit der PET Rückfälle feststellen kann.
mehrAlzheimer Demenz: Helfen Medikamente mit Memantin?
Medikamente mit dem Wirkstoff Memantin sollen Menschen mit einer Alzheimer-Erkrankung unter anderem helfen, sich zu erinnern und ihren Alltag besser zu bewältigen. Studien zeigen, dass Memantin den Abbau geistiger Fähigkeiten etwas verzögern kann. Möglicherweise bleiben auch alltagspraktische Fähigkeiten länger erhalten.
Kopf- und Halstumore: Ist eine PET-Untersuchung genauer als Standard-Untersuchungen und führt sie zu einer besseren Behandlung?
Ob Krebs im Kopf- und Halsbereich durch eine Positronen-Emissions-Tomografie (PET) oder PET/Computertomografie (PET/CT) genauer diagnostiziert und Rückfälle zuverlässiger erkannt werden als mit Standard-Untersuchungen, ist bislang unklar. Auch der Einfluss auf den Behandlungserfolg kann bisher nicht eingeschätzt werden.
Nach einem Schlaganfall: Lohnt sich eine Behandlung mit Dipyridamol und ASS?
Eine Kombination aus Dipyridamol und ASS führt häufiger zu unerwünschten Wirkungen und Komplikationen als Clopidogrel oder ASS allein. Dass das Kombinationspräparat gegenüber Clopidogrel oder ASS allein Vorteile hat, ist nicht nachgewiesen.
Nach einem Herzinfarkt: Wie schneiden Clopidogrel und Prasugrel im Vergleich ab?
Eine Behandlung mit Prasugrel und Acetylsalicylsäure (ASS) soll bei Menschen nach einem Herzinfarkt und damit verbundenem Eingriff das Risiko für Folgeerkrankungen verringern. Prasugrel und ASS scheinen insbesondere das Risiko für weitere nicht-tödliche Herzinfarkte besser zu senken als Clopidogrel und ASS. Allerdings führt Prasugrel häufiger zu schweren Blutungen.
mehrTyp-2-Diabetes: Ist es besser, den Blutzucker auf nahezu normale Werte zu senken?
Menschen mit Typ-2-Diabetes können Folgeerkrankungen vorbeugen, wenn sie erhöhte Blutzuckerwerte dauerhaft absenken. Viele Ärztinnen und Ärzte empfehlen sogar, nahezu normale Blutzuckerwerte anzustreben. Studien zeigen jedoch, dass eine solche normnahe Senkung des Blutzuckers im Vergleich mit einer moderateren Senkung sowohl Vor- als auch Nachteile haben kann.
mehrHautkrebs: Welchen Nutzen hat die Positronen-Emissions-Tomografie für die Behandlung von malignen Melanomen?
Es ist unklar, ob eine Positronen-Emissions-Tomografie (PET) oder eine PET / Computertomografie (PET/CT) die Behandlung von Menschen mit malignem Melanom verbessert. Auch wie genau diese Verfahren die Größe, Lage und Ausbreitung eines Melanoms erkennen können, ist offen.
mehrErhöhter Cholesterinspiegel: Kann Ezetimib das Risiko für Folgeerkrankungen senken?
Ob Menschen mit erhöhtem Cholesterinspiegel davon profitieren, wenn sie zusätzlich zu einem Statin Ezetimib einnehmen, ist nicht ausreichend untersucht. Auch das Risiko für unerwünschte Wirkungen lässt sich bei Ezetimib bislang nicht abschätzen.
Eierstockkrebs: Verbessert eine PET-Untersuchung die Behandlung?
Eine Positronen-Emissions-Tomografie (PET) oder eine Kombination von PET und Computertomografie (PET/CT) kann einen erneut auftretenden Eierstockkrebs besser erkennen, als herkömmliche Untersuchungen. Es ist aber unklar, ob PET und PET/CT tatsächlich die Behandlung von Frauen mit Eierstockkrebs verbessern.
Multiples Myelom: Hilft eine allogene Stammzelltransplantation?
Ob eine Stammzelltransplantation mit nicht körpereigenen Blutstammzellen bei einem multiplen Myelom helfen kann, ist nur unzureichend untersucht. Daher wird empfohlen, bestimmte Behandlungsformen nur im Rahmen von klinischen Studien einzusetzen.
mehrBluthochdruck: Hilft es, weniger Alkohol zu trinken?
Ob Menschen mit Bluthochdruck, die ihren Alkoholkonsum reduzieren, das Risiko für Folgeerkrankungen eines Bluthochdrucks senken können, ist kaum untersucht. Es gibt jedoch viele Gründe, Alkohol – wenn überhaupt – nur in Maßen zu trinken.
Bluthochdruck: Helfen Maßnahmen zur Stressbewältigung?
Bislang ist nicht ausreichend erforscht, ob Menschen mit Bluthochdruck durch Maßnahmen zur Stressbewältigung ihren Blutdruck und damit möglicherweise ihr Risiko für Folgeerkrankungen senken können.
Bluthochdruck: Was bringt eine spezielle Ernährung?
Menschen mit Bluthochdruck wird manchmal zu einer bestimmten Ernährung geraten: arm an tierischen Fetten, reich an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten sowie Fisch und Geflügel. Ob eine solche Kost den Blutdruck und das Risiko für Folgeerkrankungen senken kann, ist bislang aber kaum erforscht.
Gebärmutterhalskrebs: Welchen Nutzen haben HPV-Tests in der Früherkennung?
Im Rahmen der Krebsfrüherkennung könnte es für Frauen Vorteile haben, neben oder anstelle der üblichen Zellabstrich-Untersuchung einen HPV-Test machen zu lassen.
mehrDarmkrebs: Verbessert eine PET-Untersuchung bei einem erneuten Tumor die Behandlung?
Bei einem begründeten Verdacht auf erneut auftretenden Darmkrebs kann eine Positronen-Emissions-Tomografie (PET) oder eine Kombination von PET und Computertomografie (PET/CT) neue Tumore besser erkennen als herkömmliche Untersuchungen. Es ist aber unklar, ob sich dadurch die Behandlung verbessert und die Betroffenen davon einen spürbaren Vorteil haben.
mehrBluthochdruck bei Diabetes mellitus: Hat es Vorteile, den Blutdruck auf besonders niedrige Werte zu senken?
Menschen mit Diabetes mellitus haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dieses Risiko wird durch Bluthochdruck weiter erhöht. Daher gibt es Empfehlungen, den Blutdruck besonders stark zu senken, wenn jemand Bluthochdruck und zugleich Diabetes hat. Dies könnte für Menschen mit beiden Erkrankungen sowohl Vor- als auch Nachteile haben, ist aber insgesamt nicht gut untersucht.
mehrHerzinfarkt: Haben Stents mit Antikörper-Beschichtung Vorteile?
Stents mit Antikörper-Beschichtung wurden bislang nur bei Menschen mit erhöhtem Risiko für eine erneute Gefäßverengung untersucht. Die Studien deuten darauf hin, dass die neuartigen Stents Herzinfarkte weniger gut verhindern können als Stents mit Medikamenten-Beschichtung.
Hilft Tiotropium bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung?
Tiotropium verringert akute Krankheitsschübe und dadurch verursachte Klinikaufenthalte, verbessert die Lebensqualität und lindert möglicherweise einige Beschwerden. Teilweise hat Tiotropium auch Vorteile im Vergleich zu einigen anderen Medikamenten bei COPD.
mehrLinks zum Glossar
Nutzerbefragung
Häufig gestellte Fragen
Themen vorschlagen
Bewertet durch
„Relevant, objektiv und unabhängig“



