Leben mit metastasiertem Brustkrebs

5.4. Verzicht auf eine Behandlung der Krebserkrankung

Krebstherapien, die darauf zielen, das Wachstum der Krebszellen zu hemmen oder zu stoppen, können starke unerwünschte Wirkungen haben. Manche Frauen entscheiden sich gegen eine weitere Behandlung, wenn eine Therapie bei ihnen nur wenig anschlägt, aber viele belastende Nebenwirkungen hat. Auch wenn Frauen sich gegen eine Behandlung entscheiden, die direkt auf den Krebs zielt, können die mit der Erkrankung einhergehenden Schmerzen und Beschwerden im Rahmen einer palliativen Therapie behandelt werden. Das bedeutet: Wenn Sie sich gegen einen (erneuten) Behandlungszyklus entscheiden, werden Sie trotzdem weiter ärztlich betreut. Sie können sich nach einer Phase ohne Krebstherapie jederzeit entscheiden, doch wieder eine Behandlung zu versuchen.

Roswita, 56 Jahre:

„Die Ärzte haben mir damals ein Medikament verschrieben, das ich seit der Behandlung der Metastasen jahrelang eingenommen habe. In diesem Frühjahr habe ich mich entschieden, dass ich dieses Medikament nicht mehr nehmen möchte, weil ich vom Nutzen für mich nicht mehr überzeugt war. Diese Entscheidung habe ich aber nicht leichtsinnig getroffen. Ich habe mit meiner Gynäkologin gesprochen und sie steht hinter mir. Der Arzt im Krankenhaus ist da anderer Meinung, aber er hat mir gesagt, dass es meine Entscheidung ist und er mich weiter begleiten wird und die Kontrolltermine etwas enger setzen wird. Das ist für mich völlig in Ordnung.“

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  • Letzte Aktualisierung: 12. September 2012 13:22
  • Erstellt am: 14. Februar 2012 17:18
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