Endometriose
6.4. Behandlung bei unerfülltem Kinderwunsch
Als "ungewollt kinderlos" gilt eine Frau mit Kinderwunsch, wenn sie nach einem Jahr mit regelmäßigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr nicht schwanger geworden ist. Dies kann viele verschiedene Gründe haben. Endometrioseherde, die die Funktion der Eierstöcke und Eileiter beeinträchtigen, sind nur einer davon.Für Frauen mit Endometriose und unerfülltem Kinderwunsch ist eine hormonelle Therapie, die die Funktion der Eierstöcke unterdrückt, nicht geeignet, da sie die Fruchtbarkeit deutlich herabsetzt oder eine Empfängnis ganz verhindert. Für ungewollt kinderlose Frauen kommt daher neben einer eventuell erforderlichen Behandlung mit Schmerzmitteln eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) infrage, bei der die Endometrioseherde so vollständig wie möglich entfernt werden. Es ist möglich, dass dieser Eingriff die Chance auf eine spontane Schwangerschaft erhöht. Es ist jedoch mehr Forschung nötig, um sicher zu sein. [38] Auch für die chirurgische Entfernung von Endometriomen (Endometriosezysten im Eierstock) gibt es Hinweise, dass sie die Fruchtbarkeit verbessert. [30] Eine Nachbehandlung mit Hormonpräparaten ist in diesen Fällen nicht sinnvoll.
Eine Behandlung der Unfruchtbarkeit kann zum einen durch eine medikamentöse Unterstützung des Eisprungs und der Eireifung oder einer Beeinflussung des Gelbkörperhormons versucht werden. Bei dieser Art der Hormonbehandlung wird die Funktion der Eierstöcke angeregt. Bleiben diese Methoden erfolglos, kann eine "In-vitro-Fertilisation" (IVF) infrage kommen. Bei diesem Verfahren werden Eizellen und Samen getrennt gewonnen, aufbereitet und außerhalb des Körpers, in einem Reagenzglas zusammengeführt. Die befruchteten Eizellen werden später in den Uterus eingesetzt. Die Wirksamkeit dieser Methoden bei Frauen mit Endometriose wird derzeit weiter untersucht. Über entsprechende Forschungsergebnisse werden wir berichten, sobald sie veröffentlicht sind.
Bettina, 46 Jahre
„Mir stand dann nur die IVF (Anm. d. Red.: in vitro fertilisation)-Behandlung zur Verfügung. Ich habe es dann fünf Mal probiert - über einen langen Zeitraum von fünf bis sechs Jahren. Das war körperlich, aber auch psychisch für mich sehr belastend. Das Ganze hat mir aber die Möglichkeit gegeben, mich mit dem Thema zu beschäftigen, es zu verarbeiten und auch abzuschließen.“
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- Letzte Aktualisierung: 05. April 2009 12:18
- Erstellt am: 25. Februar 2008 13:45
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