Chronischer Husten und Atembeschwerden

Chronischer Husten und Atembeschwerden

5. Behandlungsmöglichkeiten

Die Behandlung einer COPD ist aufwendig und ihr Erfolg nicht immer sofort spürbar. Das ist ein Grund, warum einige Menschen den langfristigen Wert der Behandlung unterschätzen. Für Menschen mit COPD ist es deshalb wichtig, dass sie ihre Erkrankung und die Notwendigkeit einer Behandlung verstehen [22]. Dies ermöglicht ihnen ein aktives und eigenverantwortliches Management der Erkrankung. Hierzu gehört immer auch, den eigenen Lebensstil zu überdenken und ggf. zu ändern [32].

Die Behandlung hat mehrere Ziele [3], [7], [8], [33], [34], [35]. Ein Ziel ist es, das Alltagsleben von Menschen mit COPD zu erleichtern, ihre Symptome und Beschwerden zu lindern und ihre Lebensqualität zu verbessern. Ein weiteres Ziel ist es, das Fortschreiten der COPD zu verlangsamen, also Zeit zu gewinnen. Auch einer zwischenzeitlichen Zunahme der Atemnot soll vorgebeugt werden.

Die Behandlung beruht auf verschiedenen Therapien, die wir Ihnen in diesem Kapitel nur grundsätzlich vorstellen können. Welche Behandlung für Sie infrage kommt, hängt von vielen Einzelheiten ab. Auch der Schweregrad einer COPD spielt hier eine Rolle. Neben den Besuchen bei Ihrem Arzt kann auch die Teilnahme an einer Lungensportgruppe, eine Atemtherapie bei einem Physiotherapeuten oder eine Ernährungsberatung dazugehören. Patienten mit fortgeschrittener COPD sind oft untergewichtig, was die Erkrankung weiter verschlimmern kann.

Ein offenes Wort: Für die Menschen mit COPD, die rauchen, kann eine erfolgreiche Raucherentwöhnung von sehr großem Nutzen sein und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen [4], [36]. Die meisten wissen das freilich [13],[16], [26]. Dennoch fällt es vielen schwer, mit dem Rauchen aufzuhören [26]. Es gibt aber die Möglichkeit, Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Katharina

„Ich rauche jetzt ungefähr ein halbes Jahr nicht mehr. Es ist furchtbar schwer, aufzuhören, ich komme immer noch hin und wieder in Verführungssituationen. Wenn ich Verlangen nach einer Zigarette habe, dann versuche ich, etwas zu essen, aber ich habe oft keinen Appetit. Manchmal mache ich auch ein wenig Gymnastik und bewege mich. Das hilft dann erst mal, die Situation zu überstehen. Es ist sehr schwierig für mich. Irgendwie wird es immer ein Problem für mich bleiben.“

Helmut

„Ich habe früher drei bis vier Packungen Zigaretten am Tag geraucht. Also im Schnitt so 60 Zigaretten. Ich habe öfters versucht, aufzuhören – ohne Erfolg. Ich weiß, wie schwer das ist. Als ich dann wirklich aufgehört habe, habe ich ein Gelübde abgelegt, dass ich keine Zigarette mehr anfassen werde. Heute habe ich damit keine Probleme mehr. Seitdem ich mit dem Rauchen aufgehört habe, habe ich weniger Probleme mit dem Husten. Ich muss nur noch selten husten und habe auch weniger mit Schleim zu tun.“

Die Methode, die am ehesten zur Raucherentwöhnung führt und deren Nutzen die möglichen Risiken eindeutig übersteigt, ist eine Nikotinersatztherapie. Bei ihr wird Nikotin nicht mit dem Rauch inhaliert, sondern zum Beispiel über Pflaster, Kaugummi oder Tabletten aufgenommen [37]. Das verringert die Entzugserscheinungen, die Raucher ohne Nikotin verspüren. Der Wirkstoff Bupropion kann zwar ebenfalls den Abschied von der Zigarette erleichtern, es können aber ernste Nebenwirkungen auftreten [38]. Nikotinersatztherapie und Bupropion lassen sich gut mit anderen Hilfsmitteln ergänzen, die den Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören, unterstützen können - zum Beispiel: Beratung, Selbsthilfematerialien und Verhaltenstraining [6]. Es ist aber nicht genau bekannt, welche Kombination am ehesten zum Erfolg führt.

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  • Letzte Aktualisierung: 29. März 2007 16:31
  • Erstellt am: 23. März 2007 18:10
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