Endometriose
3. Diagnose: Wie wird Endometriose festgestellt?
Endometriose wird häufig erst sehr spät erkannt, nach Schätzungen etwa drei bis manchmal sogar mehr als zehn Jahre nach Auftreten der Beschwerden. [6], [13] Bis zur Diagnose vergeht oft viel Zeit, in der die Frauen versuchen, irgendwie mit ihren Schmerzen zurechtzukommen. Viele glauben, selbst stärkste Schmerzen seien normal und gehörten zur Menstruation dazu. Sie empfinden ihre Beschwerden als schicksalhaft. Andere probieren verschiedenste Behandlungen aus und fühlen sich bei ausbleibendem Erfolg zunehmend verunsichert.Bettina, 46 Jahre
„Ich denke, dass ich schon in jungen Jahren an Endometriose erkrankt bin. Ich habe damals immer geglaubt, dass es an mir liegt beziehungsweise, dass die Schmerzen normal sind. Ich bin nie auf die Idee gekommen, dass es krankhaft sein könnte.“
Es gibt verschiedene Untersuchungsmethoden, mit denen Ärztinnen und Ärzte versuchen, Endometrioseherde, Narben und Verwachsungen zu erkennen und andere Ursachen der Beschwerden auszuschließen. Welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen, richtet sich neben Lage und Größe der Endometrioseherde nach dem Schmerzempfinden, dem Ausmaß der Beschwerden und ihrem Einfluss auf die Lebensqualität und Lebensplanung der betroffenen Frau.
Um das Ausmaß der Erkrankung einzuschätzen, orientieren sich viele Ärztinnen und Ärzte an einer Stadieneinteilung in "mild" (Stadium I, II), "moderat" (Stadium III) und "schwer" (Stadium IV). [3] Es gibt jedoch bisher keine Stadieneinteilung, die der Erkrankung tatsächlich gerecht wird. Sie ist für Frauen mit Endometriose meist auch nur wenig aussagekräftig: Wie schon beschrieben, gibt es keine direkte Beziehung zwischen der Ausprägung der Endometriose, dem Ausmaß der Schmerzen, ungewollter Kinderlosigkeit sowie dem individuell sehr verschiedenen Gefühl, durch die Erkrankung beeinträchtigt zu sein. [3]
Endometriose wird oft gar nicht oder erst sehr spät erkannt und behandelt. Beim Verdacht auf Endometriose muss jedoch gut überlegt werden, welche Untersuchungen tatsächlich erforderlich sind, um eine möglichst wirksame Therapie durchführen zu können. Nicht bei jeder Frau ist zum Beispiel eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) nötig, um die Beschwerden ausreichend behandeln zu können.
Carolin, 38 Jahre
„Diese Zeit des Suchens nach der Ursache hat mich sehr belastet. Unter anderem auch dadurch, dass sehr viel an mir ausprobiert wurde. Ich habe nacheinander verschiedene Medikamente bekommen und es wurde geschaut, ob sie vielleicht helfen. Dieses Ausprobieren und dieses Unwissen über die Ursache hat mich belastet. Irgendwann fing ich an, an mir selbst zu zweifeln: ob ich mir die Schmerzen nicht einbilde, so wie mir immer wieder gesagt wurde.“
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- Letzte Aktualisierung: 05. April 2009 12:18
- Erstellt am: 25. Februar 2008 13:45
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