Chronischer Husten und Atembeschwerden

Chronischer Husten und Atembeschwerden

5.3. Sauerstofftherapie

Katharina

„Mein Sauerstoffmann kommt einmal in der Woche zum Auffüllen des Sauerstoffvorrates. Mit dem tragbaren Sauerstoffgerät kann ich mich vier Stunden außerhalb des Hauses bewegen. Dann muss ich es wieder auffüllen. Ich habe ein größeres Gerät in der Wohnung. Für diesen Sommer habe ich einen Tank für mein Auto gemietet. Damit kann ich dann ein wenig länger unterwegs sein.“

Wenn die COPD sehr weit fortgeschritten ist, kann es vorkommen, dass das Atmen zu anstrengend wird und sich die Atemmuskeln erschöpfen. Dann steigt der Kohlendioxidgehalt im Blut an und der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt ab. Diese Personen brauchen dann oft eine Behandlung mit Sauerstoff [3], [6], [7], [8], [11], [33], die in Abhängigkeit von der Schwere der Erkrankung in unterschiedlicher Weise durchgeführt werden kann.

Manche Menschen mit Sauerstofftherapie benötigen tagsüber die "Extraportion" Sauerstoff, andere nur nachts oder am Tag und in der Nacht [3]. Andere brauchen den Sauerstoff nur phasenweise gezielt vor oder während einer körperlichen Anstrengung.

Unter bestimmten Situationen kann auch ein Luftröhren-Katheter zum Einsatz kommen, was aber selten vorkommt. Der Schlauch des Katheters wird durch einen Schnitt am Hals in die Luftröhre eingeführt und bringt so den Sauerstoff näher an die Lungenbläschen. Die eigene Atmung muss dann weniger Luft bewegen und wird entlastet.

Wenn die Atmung sehr schwerfällt und die Atemmuskeln erschöpft sind, kann die Atemarbeit durch eine Atemmaske unterstützt werden, die Mund und Nase abdeckt und Sauerstoff mit erhöhtem Druck bereitstellt. So wird die eigene Atmungstätigkeit entlastet ("nicht invasive Beatmung"). Da die Erschöpfung der Atemmuskulatur eine besonders schwere Erkrankungssituation darstellt, muss diese "nicht invasive Beatmung" den individuellen Gegebenheiten sehr sorgfältig angepasst werden. Die Auswirkungen dieses Verfahrens auf den Krankheitsverlauf werden derzeit in Studien überprüft.

Es gibt verschiedene Sauerstoffversorgungsgeräte:
  • Sauerstoff-Konzentratoren werden in dem Raum aufgestellt, in dem die Behandlung mit Sauerstoff erfolgen soll. Die Geräte gewinnen den Sauerstoff aus der Luft und reichern ihn an.
  • Tragbare Geräte, die Flüssigsauerstoffsysteme oder Druckgasflaschen nutzen, können auch mobil und in besonderen Situationen eingesetzt werden. Dies beispielsweise auch, wenn kurzzeitig größere Sauerstoffbeimischungen erforderlich sind. Mit tragbaren Geräten kann man sich relativ frei bewegen und auch das Haus verlassen. Der Sauerstoffvorrat muss jedoch regelmäßig erneuert oder aufgefüllt werden.

Helmut

„Als ich dann wieder zu Hause war, hat mir mein Hausarzt ein stationäres Sauerstoffgerät verschrieben. Das war ein Konzentrator, den ich in die Wohnung gestellt habe. Dieser Konzentrator saugt Luft an und gewinnt daraus den Sauerstoff. Das brauchte ich dann vor allem nachts.“

Helmut

„Mit den ganzen Geräten habe ich mich nicht auf die Straße getraut, weil ich mich geschämt habe. Wenn ich nach Hause gekommen bin und habe da vorne irgendwo eine Nachbarin am Zaun stehen gesehen – da habe ich mich hinter einem Baum versteckt und die Nasenbrille abgemacht und bin dann ohne Nasenbrille vorbeigegangen. Das ist mit der Zeit aber immer besser geworden. Diese Probleme habe ich heute nicht mehr. “

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  • Letzte Aktualisierung: 29. März 2007 16:31
  • Erstellt am: 23. März 2007 18:10
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