Hautkrebs vorbeugen und erkennen

4.1. Schutz vor UV-Strahlung

Wer den Kontakt mit UV-Strahlung begrenzen möchte, der kann [51] [52] [53] [26]

 

  • im Sommer direkte Sonne während der Mittagszeit meiden,
  • im Sommer zwischen 10 und 16 Uhr auf Freizeitaktivitäten im Freien verzichten,
  • Schatten suchen, vor allem während der Mittagszeit,
  • sich mit Sonnenschirm, Hut und Kleidung vor der Sonne schützen,
  • eine Sonnenbrille mit UV-Schutzgläsern tragen,
  • auf Solarien und UV-Lampen verzichten,
  • Sonnencreme mit UV-A- und UV-B-Schutz und einem hohen Lichtschutzfaktor verwenden (Sonnencreme ist allerdings nicht so zuverlässig wie Schatten oder Kleidung).

 

Praktische Infos für Eltern, die helfen können, Kinder vor Sonne zu schützen, finden Sie in unserem Flyer „Kinder und Sonne“.

Regina, 39 Jahre

„Wir sind nie über Mittag am Strand. Wir machen dann eine Mittagspause und versuchen, immer im Schatten zu sein. Ich setze meinen Kindern immer Kappen auf. Ich finde, das hilft schon viel. Das Gesicht creme ich dann aber trotzdem ein.“

Der Wunsch, braun zu sein, steht oft einem ausreichenden Sonnenschutz im Weg. [54] Bräune gilt als Zeichen von Gesundheit, Erholung und Selbstbewusstsein. [55] [56] [36] Die Sonnenbräune ist jedoch nichts anderes als eine Abwehrreaktion der Haut, um eine Schädigung durch UV-Licht zu verhindern. [31] Schnelles und intensives Sonnen überfordert jedoch die Haut. Nur eine langsam gesteigerte, insgesamt aber nur mäßige UV-Bestrahlung über 2 bis 3 Wochen kann bewirken, dass die Haut nachhaltig bräunt, die Hornhaut dicker wird und ein gewisser Eigenschutz der Haut vor der Sonne entsteht. Der UV-Eigenschutz kann die Haut zwar in gewissem Maße vor Sonnenbrand schützen, nicht jedoch vor allen möglichen Schäden durch UV-Licht oder vor Hautkrebs. [57]

Obwohl viele Menschen den Zusammenhang zwischen Sonne und Hautkrebsrisiko kennen, wollen sie nicht darauf verzichten, braun zu werden. [55] Sie achten beim Sonnen darauf, kurzfristige Schäden wie Hitzschlag oder Sonnenbrand zu vermeiden und glauben, so auch ihr Hautkrebsrisiko in Grenzen zu halten.[55] Manche Menschen nehmen auch an, dass das Bräunen „nebenbei“ während einer Freizeitaktivität an der frischen Luft gesünder ist als Sonnenbaden.[58] Wie viel Sonne ein Mensch gut verträgt, ist jedoch individuell sehr unterschiedlich: Wie gut der Eigenschutz der Haut ist, hängt vom Hauttyp, Alter und Gesundheitszustand ab. [57]

4.1.1. UV-Index

Der UV-Index (UVI) gibt an, wie intensiv die UV-B-Strahlen an einem bestimmten Ort gerade sind. Je höher der aktuelle UVI-Wert, desto stärker die Strahlung und desto höher die Sonnenbrandgefahr. [26] Sie können den UVI im Internet auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes (www.dwd.de; Suchbegriff: UV-Index) und des Bundesamtes für Strahlenschutz (http://www.bfs.de/de/bfs oder http://www.bfs.de/de/uv/uv2/uv_messnetz/uvi/messnetz.html; Zugriff 13.04.2011) abrufen.

UVI UV-Intensität
0 bis 2 Schwach
3 bis 5 Mittel
6 bis 7 Hoch
8 bis 10 Sehr hoch
11 Extrem hoch

 

Je höher der UVI-Wert, desto besser sollte der Sonnenschutz sein. Besonders hoch sind die Werte im Gebirge, am Äquator und in Erdregionen mit verminderter Ozonschicht wie in Australien. [21] In den meisten Gegenden ist die UV-B-Strahlung zwischen 10 und 16 Uhr am höchsten, weil die Sonne dann hoch am Himmel steht. Außerdem werden im Sommer höhere Werte erreicht als im Winter. Dichte Wolken können die UV-Belastung verringern, während eine leichte Bewölkung kaum schützt. [21] [26] [24]

4.1.2. Schattenspender und Kleidung

Schatten zählt zu den besten Schutzmaßnahmen. [23] Er kann die UV-Strahlung der Sonne um 50 bis 95 % vermindern. [21] Allerdings schützt nicht jeder Schatten gleich gut. Dichtes Blattwerk von Bäumen oder Sträuchern eignet sich gewöhnlich gut und schützt besser als viele Strandschirme. Wer kein schattiges Plätzchen findet, kann sich entsprechend kleiden und einen Hut tragen. Hüte mit breiter Krempe ergänzen andere Schattenspender hervorragend. Einen Regenschirm hat fast jeder, und er eignet sich beispielsweise als zusätzlicher Schutz für Babys in Tragehilfen.

Kleidung schützt gut vor der Sonne, wenn sie dunkel, fest gewebt oder dicht und ungebleicht ist. [21]Materialien wie Polyester, aber auch Jeans und Wolle halten mehr UV-Licht ab als dünne Baumwollstoffe, Leinen, Seide oder Viskose.[21]

Darüber hinaus wird Kleidung mit speziellem UV-Schutz angeboten. [21] Welchen Schutz sie bieten kann, hängt entscheidend vom Herstellungsverfahren ab. Manche Textilien verlieren einen Großteil ihres Schutzes, wenn sie gedehnt werden, nass sind oder gewaschen wurden. Die derzeit beste Aussage über den Ultra Protection Factor (UPF), eine Art Lichtschutzfaktor für Textilien, liefert der UV-Standard 801. Bei ihm wird auch das beanspruchte Kleidungsstück auf seinen UV-Schutz überprüft.

Der Ultra Protection Factor nach UV-Standard 801 gibt an, wie viel länger die Nutzerin oder der Nutzer in der Sonne bleiben kann, ohne Hautschäden zu erleiden [www.uvstandard801.de; Zugriff 13.04.2011]. Ein Beispiel:

Sie haben einen sehr hellen Hauttyp mit einer Eigenschutzzeit von höchstens 10 Minuten und tragen ein T-Shirt mit Schutzfaktor 50 gemäß UV-Standard 801. An Oberkörper und Schultern verlängert sich ihr Sonnenschutz dadurch auf maximal 10 x 50 = 500 Minuten (gut 8 Stunden).

Prüfsiegel wie der „Australische Standard“ (AS/NZS 4399: 1999) oder der „Europäische Standard“ (EN 13758-1999) lassen hingegen keine sicheren Rückschlüsse auf den UV-Schutz unter Alltagsbedingungen zu.

4.1.3. Sonnencreme

Lichtschutzmittel wie Sonnencreme (oder -Lotion, -Gel, -Spray, -Schaum) können Sonnenbrand verhindern und sind allein deshalb ein wichtiges Utensil im Umgang mit der Sonne, das viele Menschen schätzen. [59] [54] Sonnenbrand tut nicht nur weh, er schädigt die Haut und wird mit einem erhöhten Hautkrebsrisiko in Verbindung gebracht.

Die Frage, ob Sonnencreme direkt vor Hautkrebs schützen kann, ist jedoch nicht einfach zu beantworten. Alles deutet darauf hin, dass Menschen seltener Stachelzellkrebs entwickeln, wenn sie sich eincremen. [27] Dass Sonnenschutzmittel dem gefährlicheren Melanom und dem häufigeren Basalzellkrebs vorbeugen, konnte bisher aber nicht zuverlässig nachgewiesen werden. [60] [27] Denn die meisten verfügbaren Studien über den Zusammenhang zwischen Sonnencreme und Hautkrebs sind nicht aussagekräftig genug. Unter anderem berücksichtigen sie eine Vielzahl wichtiger Faktoren nicht ausreichend: beispielsweise, dass das Hautkrebsrisiko durch den Hauttyp beeinflusst wird. Viele Studien fragten nur im Nachhinein danach, wie oft sich die Teilnehmenden eingecremt hatten. Das ist problematisch, weil es schwierig ist, sich genau daran zu erinnern, wie häufig und gut man sich in der Vergangenheit eingecremt hat. Ein weiteres Problem könnte sein, dass Sonnencreme falsch angewendet wird und deshalb nicht so wirksam ist, wie sie sein könnte.

Monika, 43 Jahre

„Auch das erneute Eincremen finde ich schwierig. Zum Beispiel wenn ich schon etwas vorgebräunt bin, mich eingeschmiert habe und dann ins Wasser gehe. Dann habe ich manchmal keine Lust mehr, mich erneut einzuschmieren. Da spielt schon ein wenig Bequemlichkeit mit.“

Vermutlich cremen sich viele – vor allem junge – Menschen in erster Linie ein, um länger ohne Sonnenbrand in der Sonne bleiben zu können, und nicht, um sich vor Hautkrebs zu schützen. [55] Das könnte bedeuten, dass sie sich länger dem UV-Licht aussetzen als ohne Sonnencreme. [60] [21] [61] Es ist daher auch denkbar, dass das Eincremen wichtige Warnsignale der Haut wie eine Rötung oder Sonnenbrand hinauszögert, obwohl die Haut durch UV-Strahlung bereits Schaden nimmt. [60] [21]

In den meisten Studien wurden ältere Sonnencremes verwendet, die keinen UV-A-Filter und einen vergleichsweise geringen Lichtschutzfaktor (LSF) hatten. [21] Cremes mit höherem LSF und mit UV-A-Filter sind relativ neu auf dem Markt und bisher nicht ausreichend untersucht. [60] [23]

Trotz vieler ungeklärter Fragen kann Sonnencreme ein wichtiges zusätzliches Hilfsmittel sein. Denn es gibt Situationen – etwa beim Wandern, Schwimmen oder Surfen –, bei denen kein Schatten verfügbar ist oder Kleidung allein nicht ausreicht. [60] [21] [61] Wer schwimmt, ist der Sonne besonders stark ausgesetzt, da die Strahlen das Wasser teilweise bis einen Meter tief durchdringen können.[21] Und Eltern finden Sonnencreme für ihre Kinder oft praktischer als andere Schutzmaßnahmen wie Schatten oder Kleidung. [55] [54]

Sich allein auf Sonnencreme zu verlassen, hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Der Sonnenschutz lässt sich nicht gut überprüfen. Es kann leicht vorkommen, dass jemand nicht bemerkt, dass sie oder er die Creme stellenweise nicht dick genug aufgetragen hat oder dass sie durch Abrieb abgenutzt wird. Darüber hinaus könnte die Verwendung von Sonnencreme dazu führen, dass andere Sonnenschutzmaßnahmen vernachlässigt werden, die effektiver sind. [30]

Den Lichtschutzfaktor richtig anwenden

Der Lichtschutzfaktor (LSF) einer Sonnencreme gibt an, wie gut das Produkt einen Sonnenbrand verhindern kann. Damit wird beschrieben, inwieweit eine Sonnencreme vor UV-B-Strahlen schützt, die die Haut röten und reizen.

Der LSF verrät allerdings nichts über den Schutz vor UV-A-Strahlen. Ob eine Sonnencreme auch UV-A-Licht herausfiltert, ist gewöhnlich anders vermerkt, beispielsweise in Form des UV-A-Siegels (ein Kreis mit der Beschriftung „UVA“). Es gibt bisher kein weltweit anerkanntes Prüfverfahren für den UV-A-Schutz. Aber nur Sonnencreme mit einem Breitbandfilter, der UV-A- und UV-B-Licht herausfiltert, kann so gut wie möglich vor Sonnenbrand schützen.

Monika, 43 Jahre

„Ich finde es schwierig, den richtigen Sonnenschutzfaktor auszuwählen. Wenn ich in der Drogerie vor den Sonnenschutzmitteln stehe, dann denke ich, dass ich die ganz hohen Schutzfaktoren nicht brauche, sondern dass diese eher für kleine Kinder sind. Ich glaube, dass ich das schon unterschätze.“

Die Haut kann sich eine gewisse Zeit selbst vor UV-B-Strahlen schützen. Wie lange dieser Eigenschutz anhält, hängt vom Hauttyp ab. Der LSF gibt an, wie lange sich der Eigenschutz durch Eincremen maximal verlängern lässt. Hierzu wird die Dauer des Eigenschutzes mit dem LSF multipliziert. Ein Beispiel:

Sie haben den Hauttyp I mit einem Eigenschutz von bis zu 10 Minuten. Sie cremen sich mit einer Sonnencreme ein, die den LSF 15 hat. Ihr Schutz verlängert sich nun auf maximal 10 x 15 = 150 Minuten (2,5 Stunden).

Vielleicht ist es für Sie einfacher, sich an den LSF-Kategorien zu orientieren, die auf den Produkten vermerkt sind. Sie teilen den UV-B-Schutz grob in Klassen mit geringem, mittlerem, hohem oder sehr hohem Schutz ein:

LSF LSF-Kategorie
6, 10 gering
15, 20, 25 mittel
30, 50 hoch
50+ sehr hoch

Die UV-Filter

Die meisten Lichtschutzmittel enthalten mehrere chemische UV-Filter und zusätzlich physikalische Filter. Welche UV-Filter erlaubt sind, unterscheidet sich von Land zu Land. [21]

Chemische Filter dringen in die Haut ein und fangen das UV-Licht der Sonne ab. Meistens werden verschiedene chemische UV-Filter kombiniert, um ein größeres UV-Spektrum abdecken zu können. Physikalische Filter enthalten Partikel (mineralische Pigmente), die die Haut vom UV-Licht abschirmen. Am häufigsten werden dafür Partikel aus Titandioxid und Zinkoxid eingesetzt. Eine Sonnencreme auf Basis mineralischer Pigmente gilt als hautverträglicher als Produkte mit chemischen Filtern. Allerdings hinterlässt der mineralische Pigmentfilter einiger Lichtschutzmittel eine weiße Schicht auf der Haut, die als störend empfunden werden kann.

Regina, 39 Jahre

„Die Informationen, die man bekommt, sind sehr widersprüchlich. Die einen sagen, dass Kinder keine chemischen Sonnenschutzfilter bekommen dürfen und man mineralische Mittel verwenden soll. Andererseits sollen mineralische Sonnenschutzmittel angeblich die Haut austrocknen. Das verunsichert. In meiner Unsicherheit bin ich schon so weit gegangen, dass ich bei den Herstellern von Sonnencreme angerufen habe und nach dem passenden Sonnenschutz für das jeweilige Alter gefragt habe.“

Auch Gesichtscremes und Make-up können UV-Filter enthalten. Allerdings können Sie sich nicht auf sie verlassen, da der Schutz vor Sonnenbrand häufig zu gering ist oder nicht lange genug anhält.

Wie man sich richtig eincremt

Eincremen klingt zunächst einfach. Viele Menschen wenden Lichtschutzmittel jedoch nicht richtig an oder sind unsicher, wann, in welcher Menge und wie oft die Sonnencreme aufgetragen werden soll. [55] Wichtig ist außerdem, eine Creme zu wählen, deren Lichtschutzfaktor zum Hauttyp passt und ausreichend schützt.

Sonnencreme kann nur wirken, wenn reichlich davon verwendet wird. [21] Ein Erwachsener benötigt etwa einen Teelöffel nur für das Gesicht und sechs Teelöffel für den ganzen Körper. Wer weniger Sonnencreme aufträgt – was die meisten tun – [30] verringert die Schutzwirkung. Eine 200-ml-Flasche Sonnencreme reicht bei einem Erwachsenen für etwa sechs volle Anwendungen.

Beim Eincremen ist es wichtig, dass jedes Fleckchen Haut, das der Sonne ausgesetzt ist, berücksichtigt wird. Körperstellen wie Ohren und Füße werden leicht vergessen. Einige tun sich zudem schwer, um Hilfe zu bitten, beispielsweise, wenn sie nicht den ganzen Rücken selbst eincremen können. [59] Wird die Creme durch Baden und Abtrocknen oder durch starkes Schwitzen abgetragen, kann sie nicht mehr gut schützen. Auch „wasserfeste“ Lichtschutzmittel sind nicht hundertprozentig wasser- und abriebfest. Deshalb ist es sinnvoll, Sonnencreme generell häufiger aufzutragen – etwa alle zwei Stunden. Die angegebene maximale Schutzzeit der Sonnencreme lässt sich allerdings durch wiederholtes Eincremen nicht verlängern. Viele Menschen scheinen auf das Nachcremen ganz zu verzichten. [58]

Monika, 43 Jahre

„Bei meinem Sohn achte ich viel genauer darauf. Ich schmiere ihn viel öfter ein als mich. Eigentlich kann er das mittlerweile selber, aber er hat wenig Lust dazu. Aber da bin ich hinterher. Manchmal ist das nicht einfach, aber ich setze mich durch.“

Es ist wichtig, Sonnencreme rechtzeitig zu verwenden. Insbesondere Männer cremen sich oftmals nicht oder erst dann ein, wenn sie schon eine Weile in der Sonne waren. [59] [55] Viele Lichtschutzmittel wirken sofort nach dem Auftragen. Es gibt aber auch Produkte, die erst 20 bis 30 Minuten einwirken müssen, bevor sie einen Schutz bieten. Sonnencremes, die ausschließlich auf physikalischen Filtern (mineralischen Filtern) basieren, schützen sofort.

Manchmal ist ein Aufenthalt in der Sonne nicht geplant oder die Sonnenstrahlung wird unterschätzt. Während viele Menschen Wert darauf legen, sich im Urlaub oder vor dem Sonnenbaden einzucremen, sehen sie diese Notwendigkeit im Alltag nicht. [55] [36] Einen Sonnenbrand kann man sich aber auch im Alltag holen.

Unerwünschte Wirkungen

Nicht alle Menschen mögen Sonnencreme. Für einige Männer ist sie uncool, nicht „angesagt“ oder nicht „männlich“. [59] [36] Andere finden das Eincremen lästig [56] und auch Kinder lassen sich nicht unbedingt gerne eincremen. [36] Sonnencreme kann in die Augen gelangen und dort brennen. [59] Dies passiert besonders leicht, wenn man sich körperlich betätigt und schwitzt.

Regina, 39 Jahre

„Ich finde es bei Kleinkindern viel schwieriger. Sie hassen das Eincremen einfach. Es ist ja zum Teil eine richtige Schmiererei, man muss verteilen und einreiben, das ist dann nicht so angenehm. Ich mag das selber ja auch nicht.“

Die in Sonnencreme verwendeten Chemikalien und Zusatzstoffe rufen bei etwa 19 von 100 Personen unerwünschte Wirkungen hervor (19 %). Typische Beschwerden sind eine gerötete oder entzündete Haut oder seltener allergische Reaktionen. [21] In äußerst seltenen Fällen ist eine besonders heftige, kaum kontrollierbare allergische Reaktion möglich, bei der sofortige ärztliche Hilfe nötig ist. [21]

Wer eine besonders empfindliche Haut hat, reagiert eher auf Zusatzstoffe wie Emulgatoren, Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe in Sonnencreme. Enthält ein Lichtschutzmittel keine Zusatzstoffe, ist dies gewöhnlich auf der Verpackung vermerkt. Menschen mit sensibler Haut vertragen Sonnencremes häufig besser, wenn diese ausschließlich auf physikalischen UV-Filtern basieren.

Obwohl sich die Rezepturen von Sonnenschutzmitteln in den letzten Jahren ständig verbessert haben, kommt es vor, dass die Creme auf der Haut klebt, einen glänzenden oder weißen Film hinterlässt oder unangenehm riecht. [59] [56] Einige Lichtschutzmittel hinterlassen auch Flecken auf der Kleidung. [56] Und sich mit Sonnenschutzmitteln einzucremen, kostet Zeit und Geld. [59] [55] [56] [21]

Regina, 39 Jahre

„Die Kinder haben es ja nicht so gern, wenn sie andauernd eingecremt werden. Es ist einfach lästig. Denn der Sand klebt dann und man sollte bei chemischen Sonnenfiltern ja nach dem Eincremen etwas warten, bis die Kinder in die Sonne dürfen.“

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  • Letzte Aktualisierung: 22. Januar 2013 13:24
  • Erstellt am: 19. Juli 2011 11:35
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