Schwangerschaftsdiabetes: Hilft eine Routineuntersuchung, Komplikationen für Mutter und Kind zu vermeiden?

Foto mit schwangerer Frau

Mit Hilfe einer Routineuntersuchung kann festgestellt werden, ob eine Frau möglicherweise einen Schwangerschaftsdiabetes entwickelt hat. Die Behandlung eines Schwangerschaftsdiabetes könnte helfen, das Risiko für bestimmte Geburtskomplikationen zu senken.

Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) haben einen vorübergehend erhöhten Zuckerspiegel im Blut. Dies ist meist kein Anlass zur Sorge und führt häufig auch nicht zu Problemen. Manche Frauen haben dadurch aber ein höheres Risiko für bestimmte Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt. Diese können sowohl Mutter als auch Kind betreffen.

Der Übergang zwischen einem leicht erhöhten Zuckerspiegel im Blut und einem Schwangerschaftsdiabetes ist allerdings fließend. Denn es ist normal, dass sich im Laufe der Schwangerschaft der Stoffwechsel der Frau verändert. Zucker wird in dieser Zeit nach einer Mahlzeit insgesamt langsamer aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen. Erhöhte Blutzuckerwerte sind daher bei vielen schwangeren Frauen nicht ungewöhnlich – und normalisieren sich meistens nach der Schwangerschaft wieder.

Einen Schwangerschaftsdiabetes zu haben heißt nicht, dass man Diabetes mellitus hat. Letzteres ist eine langjährige chronische Erkrankung, während Schwangerschaftsdiabetes nach der Geburt meist wieder verschwindet. Allerdings entwickeln Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes später im Leben etwas häufiger einen Diabetes mellitus Typ 2. In seltenen Fällen wird in der Schwangerschaft ein Diabetes entdeckt, der offenbar schon vorher bestanden hat. Mehr zum Thema Diabetes erfahren Sie hier (URL: http://www.gesundheitsinformation.de/diabetes.518.56.de.html) .

Auf der anderen Seite nimmt bei steigenden Blutzuckerwerten das Risiko für bestimmte Probleme in der Schwangerschaft und während der Geburt zu. Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes gebären häufiger größere Kinder (Geburtsgewicht mehr als 4000 Gramm). Dadurch kommt es häufiger zu Schwierigkeiten bei der Passage des Kindes durch den Geburtskanal, in deren Folge sich der Geburtsverlauf verzögern kann. Insgesamt geht es aber um Komplikationen, die für Mutter und Kind fast immer ohne dauerhafte Folgen bleiben. Zudem hatte beispielsweise in Deutschland im Jahre 2008 fast jedes zehnte Kind ein Geburtsgewicht von über 4000 g, ohne dass bei der überwiegenden Mehrzahl Probleme bei der Geburt auftraten. Mutter und Kind waren vollkommen gesund.

Weiterhin steigt bei erhöhtem Blutzucker das Risiko für eine seltene Schwangerschaftserkrankung, die mit Bluthochdruck einhergeht – die sogenannte Präeklampsie. Bei dieser Störung erhöht sich der Blutdruck der schwangeren Frau deutlich, und es werden Eiweiße über die Nieren ausgeschieden, die im Urin nachgewiesen werden können. Ohne Behandlung kann diese Erkrankung Schäden für Mutter und Kind nach sich ziehen.

Die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes hat gewisse Vorsichtsmaßnahmen zur Folge: Eine Frau gilt dann als Risikoschwangere – das allein ist eine unangenehme Nachricht. Darüber hinaus wird ihr empfohlen, ihren Lebensstil zu überdenken, um den erhöhten Blutzucker möglicherweise durch Verhaltensänderungen zu senken. Dazu gehört, sich gesund zu ernähren, sich ausreichend zu bewegen und den Blutzucker regelmäßig zu messen. Wenn nötig wird einer Frau auch empfohlen, für die Dauer der Schwangerschaft Insulin zu spritzen.

Diagnose von Schwangerschaftsdiabetes

Um einen Schwangerschaftsdiabetes festzustellen, machen Frauen einen sogenannten oralen Glukosebelastungstest, auch oraler Glukosetoleranztest genannt (oGTT). Dieser misst, wie der Stoffwechsel auf die schnelle Aufnahme einer größeren Zuckermenge reagiert. Die schwangere Frau muss dabei morgens auf nüchternen Magen (das heißt, mindestens 8 Stunden vorher sollte sie keine Nahrung mehr zu sich nehmen) eine konzentrierte Zuckerlösung trinken – vorher und nachher wird ihr etwas Blut abgenommen und der Blutzucker gemessen. Es gibt aber auch eine kurze Testvariante, bei der die Frauen weniger Zuckerlösung trinken und sich nur einmal nach einer Stunde Blut abnehmen lassen; auch dürfen sie zu Beginn dieses Tests nicht nüchtern sein. Für das Baby bringt der Test nach heutigem Wissen keine Risiken mit sich. Allerdings empfinden einige Frauen besonders das Trinken der sehr süßen Flüssigkeit als unangenehm. Wie genau ein Glukosetoleranztest abläuft, können Sie hier (URL: http://www.gesundheitsinformation.de/index.733.ru.html) nachlesen.

Seit vielen Jahren fordern ärztliche Fachgesellschaften und andere Einrichtungen die Einführung einer Routineuntersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes. Solche Reihenuntersuchungen, bei denen allen Personen einer bestimmten Gruppe – hier allen schwangeren Frauen – ein Test angeboten wird, nennt man auch Screening (von „to screen“, englisch: heraussieben, filtern). Mit einem Screening ist generell die Hoffnung verbunden, Krankheiten frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Screening-Untersuchungen haben jedoch Vor- und Nachteile. So besteht die Gefahr, dass man durch ungenaue Tests Menschen als krank einstuft, obwohl sie gesund sind (ein solches Ergebnis wird als falsch-positiv bezeichnet).

Im Fall des Schwangerschaftsdiabetes stellt sich deshalb unter anderem die Frage: Soll man allen Frauen einen solchen Test anbieten oder nur Frauen mit bestimmten Risikofaktoren? Ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftsdiabetes haben beispielsweise stark übergewichtige Frauen sowie Frauen, die schon einmal Schwangerschaftsdiabetes hatten. Auch wenn Angehörige der schwangeren Frau Diabetes mellitus haben, ist die Wahrscheinlichkeit dafür erhöht.

Routineuntersuchungen auf Schwangerschaftsdiabetes sind wenig erforscht

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) – der Herausgeber dieser Website – ist gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern der Medizinischen Universität Graz der Frage nachgegangen, welchen Nutzen es hat, allen schwangeren Frauen routinemäßig einen Test auf Schwangerschaftsdiabetes anzubieten. Die Forschergruppe untersuchte,

  • ob solch ein Screening die Häufigkeit von Komplikationen durch einen Schwangerschaftsdiabetes beeinflusst,
  • ob werdende Mütter und / oder ihre Kinder von der Behandlung eines Schwangerschaftsdiabetes profitieren,
  • welches Vorgehen bei den Tests am besten ist und
  • ob ein Screening auf Schwangerschaftsdiabetes unerwünschte Wirkungen hat.


Obwohl die Routineuntersuchung schon seit Jahren empfohlen wird, wurden ihre Vor- und Nachteile bisher in keiner zuverlässigen Studie untersucht. Die Forschergruppe konnte deshalb die erste und wichtigste Frage nicht mit Hilfe der dafür idealen Studien beantworten: Nämlich, ob ein Screening aller Schwangeren auf Schwangerschaftsdiabetes hilft, Komplikationen bei Mutter und Kind zu vermeiden. Sie fanden keine Studie, in der verglichen wurde, ob bei Frauen ohne Screening häufiger Komplikationen auftraten als bei Frauen, denen ein Screening auf Schwangerschaftsdiabetes angeboten wurde.

Eine Behandlung kann positive Effekte haben

Die zweite Frage, der die Forscherinnen und Forscher nachgingen: Gibt es bei Schwangerschaftsdiabetes eine Behandlung, von der werdende Mütter und / oder ihre Kinder profitieren? Denn eine Routineuntersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes macht nur Sinn, wenn dafür auch eine hilfreiche Behandlung existiert. Die IQWiG-Forschergruppe analysierte deshalb 25 Studien, die geprüft haben, ob die Behandlung eines Schwangerschaftsdiabetes hilft, Komplikationen vorzubeugen. In einigen der Studien wurden die Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes mit Hilfe bestimmter Screening-Strategien identifiziert.

Die Studien zeigen, dass die Behandlung eines Schwangerschaftsdiabetes die Zahl der Kinder mit hohem Geburtsgewicht (über 4000 g) verringert: Die Zahl wurde etwas mehr als halbiert – von durchschnittlich 16 pro 100 auf 7 pro 100 Kinder. Allerdings sahen die Forscherinnen und Forscher des IQWiG ein Geburtsgewicht über 4000 g nicht als einen Nachteil an, der alleine ausreicht, um sich Sorgen um die Gesundheit des Kindes zu machen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden auch zwei Studien, in denen untersucht wurde, ob das Risiko für eine bestimmte Geburtskomplikation sank, die sogenannte Schulterdystokie. Bei einer Schulterdystokie verzögert sich der Austritt der Schultern des Kindes, nachdem der Kopf schon draußen ist. Zu einer Schulterdystokie kommt es häufiger bei der Geburt größerer Kinder. Manchmal bleibt das Kind vorübergehend stecken, selten jedoch für längere Zeit. In letzterem Fall kann dem Kind ein Sauerstoffmangel drohen. Weil Geburtshelfer dann vorsichtshalber zu schnellen Gegenmaßnahmen greifen, kann es häufiger zu kleineren Verletzungen des Kindes und weniger häufig auch der Mutter kommen. Selten kommt es zu einer Notfallsituation und zu schwereren Verletzungen. Auch wenn diese Verletzungen fast immer ohne bleibende körperliche Folgen abheilen, kann die Situation für die Mutter traumatisch sein und psychische Spuren hinterlassen.

In den beiden Studien konnte die Zahl der Schulterdystokien durch eine Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes mehr als halbiert werden: Während es ohne Behandlung bei 3,5 % der Geburten zu einer solchen Geburtsverzögerung kam, war dies nach einer Behandlung nur bei 1,4 % der Geburten der Fall.

Eine Studie lieferte Hinweise, dass eine Präeklampsie mit Blutdruckerhöhung bei der Mutter (siehe oben) durch die Behandlung eines Schwangerschaftsdiabetes weniger wahrscheinlich wird.

Nachteile oder Schäden durch die Behandlung eines Schwangerschaftsdiabetes wurden in den Studien nicht explizit untersucht und daher auch nicht berichtet. Keine der Studien gab Auskunft darüber, ob die Behandlung eines Schwangerschaftsdiabetes für Mutter und / oder Kind langfristig gesundheitliche Vorteile hat.

Mögliche Nachteile einer Routineuntersuchung

Auch wenn es eine hilfreiche Behandlung gibt, bedeutet dies nicht automatisch, dass auch eine Routineuntersuchung aller schwangeren Frauen sinnvoll ist. Für die meisten ist solch ein Test ja schon deshalb unnötig, weil ihre Blutzuckerwerte normal sind. Und viele Frauen mit Gestationsdiabetes würden ohnehin schon im Rahmen der üblichen Schwangeren-Vorsorge diagnostiziert, besonders Frauen mit einem erhöhten Risiko. Zudem können Routineuntersuchungen nicht nur nützen, sondern möglicherweise auch schaden. Mehr über Vor- und Nachteile von Screening-Untersuchungen können Sie hier (URL: http://www.gesundheitsinformation.de/index.552.ru.html) lesen.

Im Fall der Routineuntersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes sind weder der Nutzen noch der Schaden ausreichend untersucht. Angesichts dieser Unsicherheit hat das IQWiG zunächst eine Liste mit möglichen Nachteilen des Screenings erstellt und ihre Bedeutung eingeschätzt. Mögliche Nachteile sind beispielsweise:

  • Der Aufwand für den Test sowie die unerwünschten Wirkungen der Untersuchung: Es kann sein, dass einer Frau durch die Zuckerlösung übel wird oder sie sich übergeben muss.
  • Frauen ohne Schwangerschaftsdiabetes werden durch einen ungenauen Test möglicherweise falsch als Risikoschwangere eingestuft und unnötig behandelt (falsch positive Testergebnisse). Unnötige Behandlungen haben unerwünschte Folgen, aber keinen Nutzen.
  • Die Diagnose “Schwangerschaftsdiabetes“ könnte die betroffenen Frauen beunruhigen.
  • Die Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes kann unerwünschte Wirkungen haben, wie beispielsweise eine Unterzuckerung durch eine zu strenge Diät und / oder eine zu hohe Insulindosis.
  • Die Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes hat nicht für alle Frauen einen Nutzen, da die Schwangerschaft und Geburt auch ohne Behandlung problemlos verlaufen wäre.


Unter der Voraussetzung, dass schwangere Frauen gut informiert werden, wurden die möglichen Nachteile des Screenings durch die Forscherinnen und Forscher aber als nicht so schwerwiegend bewertet, dass sie gegenüber dem möglichen Nutzen überwiegen. Das IQWiG geht davon aus, dass durch eine Reihenuntersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes Geburtskomplikationen etwas verringert werden können.

Unterschiedliche Möglichkeiten, eine Routineuntersuchung durchzuführen

Dieser Schluss des IQWiG gilt aber nur unter der Voraussetzung, dass das Screening so wie in den analysierten Studien durchgeführt wird. In den Studien, die einen Nutzen der Therapie zeigen, wurden die Frauen nämlich alle nach einer ganz bestimmten Strategie ausgewählt und diagnostiziert. Im ersten Schritt machten alle Teilnehmerinnen einen einstündigen Glukosetest, für den sie nicht nüchtern sein mussten. Anschließend unterzogen sich nur die Frauen mit erhöhten Blutzuckerwerten (etwa 25 % – das heißt ungefähr 25 von 100 Frauen) einige Tage später einem längeren Test. Für diesen Test mussten die Frauen nüchtern in die Praxis kommen und der Blutzucker wurde im Laufe von zwei bis drei Stunden kontrolliert. Bei den meisten Frauen, die beim ersten Test erhöhte Blutzuckerwerte hatten, bestätigte sich der Verdacht auf Schwangerschaftsdiabetes nicht. Am Ende – so zeigte der zweite Test – hatten nur circa 3 bis 4 % aller untersuchten Frauen auffällige Werte (circa 3 bis 4 von 100 Frauen). Bei ihnen wurde ein Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert und behandelt.

Das IQWiG sieht dieses zweistufige Vorgehen als am besten erforscht an. Andere Tests auf Schwangerschaftsdiabetes, die beispielsweise nur ein einstufiges Vorgehen vorsehen, sind nicht ausreichend untersucht. Sie können dazu führen, dass Frauen die Diagnose „Schwangerschaftsdiabetes“ erhalten, ohne dass klar ist, ob sie wirklich von einer Behandlung profitieren können. Eine andere Option ist deshalb, nur Frauen mit bestimmten Risikofaktoren wie höheres Alter, Übergewicht oder Diabetes in der Familie einen Glukosetoleranztest anzubieten. Auch könnte Frauen eine zu strenge Therapie empfohlen werden, obwohl sie nur leicht erhöhte Blutzuckerwerte haben. Dringend notwendig aus Sicht des IQWiG ist deshalb eine Studie, die die Vor- und Nachteile der verschiedenen Screeningstrategien für werdende Mütter und ihre Kinder direkt miteinander vergleicht.

Autor: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)


Hinweis

Die vorliegende Gesundheitsinformation gibt die Inhalte des wissenschaftlichen Gutachtens des IQWiG wieder und ist keine leistungsrechtliche Bewertung der Behandlungsmethode, aus der Rückschlüsse auf die Kostenerstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung zulässig wären. Die Entscheidung über die Kostenübernahme diagnostischer und therapeutischer Verfahren ist per Gesetz dem Gemeinsamen Bundesausschuss vorbehalten. Der Gemeinsame Bundesausschuss bezieht die Gutachten des IQWiG in seine Beschlussfassung ein. Informationen zu den Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses erhalten Sie auf dessen Website unter www.g-ba.de (URL: http://www.g-ba.de) .


Nächste geplante Aktualisierung: März 2014. Mehr darüber, wie unsere Gesundheitsinformationen aktualisiert werden, erfahren Sie hier (URL: http://www.gesundheitsinformation.de/index.643.de.html?bab[subpage_id]=0-8) .


  • Erstellt am: 01. März 2011 10:22
  • Letzte Aktualisierung: 17. August 2011 14:02
  • Quellen:

    Horvarth K, Koch K, Jeitler K, Matyas E et al. Effects of treatment in women with gestational diabetes mellitus: systematic review and meta-analysis. BMJ 2010; 340: c1395. [Volltext (URL: http://www.bmj.com/cgi/content/full/340/apr01_1/c1395?view=long&pmid=20360215) ]

    Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Screening auf Gestationsdiabetes. Abschlussbericht S07-01. Version 1.1. Köln: IQWiG. August 2009. [Volltext (URL: https://www.iqwig.de/download/S07-01_Abschlussbericht_Screening_auf_Gestationsdiabetes.pdf) ]

    Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Aktualisierungsrecherche zum Bericht S07-01 – Screening auf Gestationsdiabetes. Arbeitspapier. Version 1.0. Köln: IQWiG. März 2010. [Volltext (URL: http://www.iqwig.de/download/Arbeitspapier_Aktualisierungsrecherche_Screening_auf_Gestationsdiabetes.pdf) ]