Asthma

5.2. Körperliches Training

Georg, 70 Jahre

„Bei einer Kur 1982 wurde dann einiges völlig anders. Es gab ein Umdenken: Es hieß nun, dass ich Sport treiben könnte und mich nicht wegen meines Asthmas schonen muss. Ein Jahr später habe ich mich entschlossen, mich der Lauftreff-Bewegung anzuschließen. Weitere zwei Jahre später bin ich meinen ersten Marathon gelaufen.“

Weil körperliche Anstrengung bei vielen Menschen zu den Asthma-Auslösern gehört, denken viele Betroffene, sie müssten deshalb auf sportliche Aktivitäten verzichten. [41] Medizinerinnen und Mediziner sprechen manchmal vom Belastungsasthma, wenn Anfälle durch körperliche Anstrengung ausgelöst werden. Gerade bei Kindern können Husten oder erschwerte Atmung nach dem Herumtoben erste Zeichen für eine beginnende Asthmaerkrankung sein. Wie auch bei anderen Asthma-Auslösern ist es jedoch das Ziel der Therapie, solchen Beschwerden vorzubeugen.

SportSport und körperliche Aktivität sind für die meisten Menschen mit Asthma wichtig. Untersuchungen mit sportlich aktiven Betroffenen zeigen, dass regelmäßige körperliche Aktivität zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit von Herz und Lunge beiträgt. Sie verbessert die Sauerstoffaufnahme wie auch die Menge der Luft, die ausgeatmet wird. Insgesamt konnten bisher allerdings weder positive noch negative Wirkungen von Sport bei Asthma sicher nachgewiesen werden. [42],[43]

Lena, 59 Jahre

„Es hat schon was bewirkt, dass ich mich so viel bewege. Meine Ausdauer ist ganz gut und die Ärzte sagen, dass ich erstaunlich viel Luft habe.“

Wahrscheinlich lösen einige körperliche Aktivitäten, zum Beispiel das Schwimmen, seltener Belastungsasthma aus als andere. [44] Bevor jedoch Aussagen über mehr oder weniger "asthmafreundliche" Sportarten gemacht werden können, sind mehr wissenschaftliche Nachweise zur Wirkung bestimmter Aktivitäten nötig. Wichtig ist, Sportarten zu wählen, die Spaß machen und sich regelmäßig ausüben lassen.

Regelmäßig Sport zu treiben hilft zudem auch, das Körpergewicht im Griff zu halten. Starkes Übergewicht macht unbeweglich und führt auch bei Menschen ohne Asthma leicht zu Kurzatmigkeit.

Sportliche Aktivitäten oder eine aktivere Gestaltung des Alltags sind sicher nicht jedermanns Sache. Vielen fehlt die Zeit, andere meinen, sie seien allgemein zu unsportlich, und manche schaffen es einfach nicht, sich "aufzuraffen". Wenn Sie Hilfe und Unterstützung brauchen, um sich mehr zu bewegen, können Sie sich außer an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt zum Beispiel an einen örtlichen Sportverein wenden. Mittlerweile besteht in vielen Städten auch die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Betroffenen in einer Lungensportgruppe aktiv zu werden und sich gründlich über mögliche sportliche Aktivitäten zu informieren.

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  • Erstellt am: 11. Januar 2008 17:56
  • Letzte Aktualisierung: 24. April 2009 15:35
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