Was man gegen die Angst vor einer Operation tun kann
3.3. Aufklärung über die geplante Operation und die Narkose
Es gehört zu den Pflichten Ihrer Operateurin oder Ihres Operateurs, Sie vor dem Eingriff über den Ablauf und die Risiken aufzuklären. Das muss sie oder er auch aus juristischen Gründen tun, um sich selbst und gegebenenfalls das Krankenhaus zu schützen. Da die Pflichtaufklärung nur medizinische Aspekte beinhaltet, kann es jedoch sein, dass Fragen, die Ihnen selbst am Herzen liegen, unbeantwortet bleiben. Zweifellos gibt es Menschen, die gar nicht so genau wissen wollen, was auf sie zukommt, weil sie befürchten, dass sich ihre Angst dadurch eher noch vergrößert. Die Mehrheit klagt aber nicht über zu viel, sondern über zu wenig Information und fühlt sich oft nicht ausreichend aufgeklärt [2]. Nicht nur die gewünschte Menge an Informationen, sondern auch die gewünschte Art der Informationen unterscheidet sich von Mensch zu Mensch erheblich: Die einen möchten konkret wissen, wie die Untersuchung oder Operation abläuft und was anschließend passiert. Für die anderen ist es wichtiger, was sie sehen und fühlen werden. Außerdem wünschen sich viele Ratschläge darüber, wie sie mit diesen Erlebnissen umgehen können.Simon
„Wenn ich jetzt noch einmal vor so einer Situation stehen würde, dann würde ich darüber sprechen, was passieren kann. Es ist wichtig, dass man diese Dinge ausspricht und nicht eine Wand zwischen sich und den Familienangehörigen aufbaut.“
Falls Ihnen die Operation nicht aus dem Kopf geht und Sie extrem viel darüber wissen möchten, kann dies ein Anzeichen für eine ausgeprägte Angst sein, über die mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sprechen sinnvoll sein kann [7].
Vorgespräche vor der Operation bieten die Gelegenheit, Punkte abzuklären, die Ihnen Sorge bereiten:
- Sie können vorab mit Ärztinnen, Ärzten und Pflegenden vereinbaren, was geschehen soll, falls eine Operation einen bestimmten Befund ergibt, zum Beispiel eine Krebserkrankung.
- Sie können medizinische oder persönliche Wünsche in Ihre Krankenakte eintragen lassen.
- Sie können festlegen, ob und in welchem Umfang Ihre Angehörigen und Ihr Freundeskreis informiert werden dürfen.
- Sie können auf Patientenverfügungen, Betreuungsverfügungen und schriftliche Vollmachten hinweisen.
Viele Menschen machen sich vor allem wegen der Narkose Sorgen. Manche Krankenhäuser verfügen über Videos oder andere Materialien mit Informationen über die Narkosearten, die dort angeboten werden. Sie könnten Ihnen dabei helfen, Schritt für Schritt zu verstehen, was bei der Narkose passiert.
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- Erstellt am: 14. Februar 2006 10:00
- Letzte Aktualisierung: 30. Oktober 2009 06:54
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