Flyer: Regelschmerzen – Infos für Mädchen

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Foto von MädchenWie sich Mädchen und junge Frauen während der Menstruation fühlen, ist sehr individuell. Manche spüren gar nichts davon, andere haben während ihrer Periode Schmerzen oder gar Krämpfe im Unterleib. Oft lassen diese Regelschmerzen aber im Laufe der Zeit wieder nach. Warum das so ist und was man gegen die Schmerzen tun kann, erfährst du hier.

Was geschieht bei der Menstruation?


Bei Frauen in ihren fruchtbaren Jahren baut sich die Gebärmutterschleimhaut jeden Monat neu auf. Diese Schleimhaut kleidet die Wand der Gebärmutter von innen aus. Sie dient dazu, den Embryo zu ernähren, falls die Frau schwanger wird.

Kommt es zu keiner Befruchtung, wird die oberste Schleimhautschicht zusammen mit etwas Blut ausgeschieden. Die Periode (auch Menstruation oder Regelblutung genannt) dauert bei den meisten Frauen drei bis fünf Tage.

Um die Schleimhaut abzustoßen, ziehen sich die Muskeln der Gebärmutter in unregelmäßigem Rhythmus zusammen und entspannen sich wieder. Dadurch können Gewebe und Blut durch die Scheide abfließen.

Dieses Zusammenziehen der Muskeln spüren viele Frauen gar nicht oder nur als ein leichtes Ziehen im Bauch. Andere haben gelegentlich Schmerzen. Manche Frauen haben jedoch häufige, starke und sehr schmerzhafte Menstruationskrämpfe. Die Schmerzen können auch in den Rücken und die Beine ausstrahlen. Bei einigen Frauen lösen die Krämpfe auch Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall aus.

Wie viele Frauen haben Menstruationsbeschwerden?


Wenn du Beschwerden während der Menstruation hast, bist du damit nicht allein: Etwa 3 von 4 Frauen haben während ihrer Periode zeitweise Schmerzen unterschiedlicher Stärke. Bei einer von 10 Frauen sind die Beschwerden sehr stark. Von jungen Frauen unter 20 Jahren haben sogar 7 bis 9 von 10 mittlere bis starke Beschwerden.

Doch deine Chancen stehen gut, dass die Beschwerden im Lauf der Zeit nachlassen: Bei den meisten jungen Frauen schwächen sie sich wenige Jahre nach ihrer ersten Periode ab, bei manchen hören sie auch irgendwann ganz auf.

Was ist die Ursache der Schmerzen?

Warum manche Frauen eine schmerzhafte Periode haben und andere nicht, weiß man nicht. Eine Rolle spielt wahrscheinlich ein Überschuss an bestimmten hormonähnlichen Botenstoffen im Körper, den Prostaglandinen, oder eine besondere Empfindlichkeit diesen gegenüber. Vermutlich gewöhnt sich dein Körper mit der Zeit an diese Stoffe, sodass die Schmerzen nachlassen oder ganz verschwinden können.

Was kann ich gegen die Beschwerden tun?


Viele Frauen probieren verschiedene Möglichkeiten aus und lernen aus eigener Erfahrung, was ihre Beschwerden am zuverlässigsten lindert. Einige dieser Möglichkeiten sind:

  • Methoden, um Schmerzen zu lindern und Krämpfe zu lösen: Bewegungs-, Entspannungs- und Atemübungen (zum Beispiel Yoga); nicht zu heiße Wärmeanwendungen (Bäder, Wärmflaschen oder -auflagen, Sauna); Massage.

  • Pflanzliche Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel: Wissenschaftliche Studien liefern schwache Hinweise darauf, dass die Einnahme von Fischöl, Vitamin B oder Magnesium die Beschwerden vermindern könnte. Hierzu ist aber mehr Forschung nötig.

  • Schmerzmittel wie Ibuprofen: Sie lindern die Schmerzen nachweislich, können aber Nebenwirkungen haben, wie Magenbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen.

  • Hormonelle Verhütungsmittel wie die "Pille", die du einsetzen kannst, wenn du verhüten willst: Sie verhindern den Eisprung, bei dem sich eine reife Eizelle aus dem Eierstock löst. Bleibt er aus, baut die Gebärmutterschleimhaut sich nicht in normaler Dicke auf und die Regelblutung ist schwächer. Für hormonelle Verhütungsmittel ist nachgewiesen, dass sie Regelschmerzen lindern können. Sie können aber ebenfalls Nebenwirkungen haben.


Sind deine Schmerzen so stark, dass du regelmäßig zu Hause und im Bett bleiben musst oder Medikamente dagegen nehmen möchtest, kann es hilfreich sein, eine Ärztin oder einen Arzt um Rat zu fragen. Mit ärztlicher Hilfe kannst du herausfinden, ob deine Beschwerden auf andere Gesundheitsprobleme hinweisen und welche Behandlungsmöglichkeiten für dich geeignet sind.

Mehr Informationen rund um die Menstruation findest du hier.


Autor: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)


  • Letzte Aktualisierung: 02. Februar 2012 09:28
  • Erstellt am: 19. November 2009 10:02
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